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Westsachsen

Deko, Geschenke, Traditionen: So feiern wir Weihnachten

Weihnachtsstudie 2021 Fragen und Antworten zum Fest der Liebe

Glühwein, Plätzchen backen und den Weihnachtsbaum dekorieren - es gibt viele Traditionen zu Weihnachten, die uns wichtig sind. Aber wie feiern die Deutschen das größte Fest wirklich? Welche Generation legt noch am meisten Wert auf Geschenke? Wie wichtig ist Nachhaltigkeit am Weihnachten? Antworten zu diesen und weitere Fragen zum Fest der Liebe liefert die "Weihnachtsstudie 2021" der Kartenmacherei GmbH in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut APPINIO. Insgesamt 1000 Personen unterschiedlicher Staatsangehörigkeit aus ganz Deutschland wurden dafür zu ihrem Weihnachtsfest und den Traditionen befragt. Voraussetzung war, dass Weihnachten gefeiert wird.

Die Dekoration

Was wäre Weihnachten ohne die blinkenden Lichterketten und das flackernde Licht der Kerzen? Schon die Dekoration versetzt uns Wochen vor dem Weihnachtsfest in eine gemütliche und festliche Stimmung. Das finden auch die meisten Befragten und wollen in der Weihnachtszeit nicht auf Dekoration verzichten. Neben dem Weihnachtsbaum sind Adventskränze (70 Prozent) und Kerzen (64 Prozent) bis heute elementare Dekorationselemente zu Weihnachten. Knapp 35 Prozent schmücken ihre heimischen vier Wände mit traditionellerer Deko wie Nussknackern und Räuchermännchen, während 40 Prozent Wert auf moderne Dekoelemente legen. Nur 4 Prozent verzichten gänzlich auf Weihnachtsdeko.

Der Adventskalender

Der tägliche Gang zum Adventskalender in der Adventszeit ist nicht nur für Kinder eine schöne Tradition - jeder dritte Deutsche schenkt sich sogar selbst einen Adventskalender! 47 Prozent der Deutschen machen ihrer Partnerin oder ihrem Partner eine kleine Freude mit dem Adventskalender. Nur 7 Prozent der Befragten verzichten gänzlich darauf. Dabei fällt auf: Der größte Anteil der Personen, die auf einen Adventskalender verzichten, hat keine Kinder.

Insbesondere Befragte im Alter von 45 bis 54 Jahren schlagen bei vorgefertigten Adventskalendern zu (80 Prozent). Eine Alternative zu den gekauften Kalendern bieten individuelle DIY-Adventskalender, an der besonders die junge Generation Gefallen findet: 54 Prozent der 25- bis 34-Jährigen basteln ihren Kalender selbst. In der Generation Ü45 ist es fast nur noch jeder Dritte.

Der Weihnachtsbaum

Ohne Baum - ohne mich! Für 88 Prozent der Deutschen ist ein Weihnachtsbaum fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Wann und in welcher Form er jedoch aufgestellt wird, scheidet die Geister. Der Duft einer frischen Tanne oder Fichte begeistert bis heute mit 44 Prozent die meisten. Somit bleibt der gefällte Weihnachtsbaum immer noch Spitzenreiter. Dicht gefolgt von dem immer beliebter werdenden Plastikbaum, der sich mit 32 Prozent einreiht. Gänzlich auf den grünen Weihnachtsschmuck verzichten 13 Prozent der Befragten - insbesondere Befragte ohne Kinder (23 Prozent). Vor allem Singles setzen bei der Weihnachtsbaumauswahl eher auf Plastik (36 Prozent) oder gar keinen Baum (18 Prozent). Auch das Geld spielt eine große Rolle bei der Baumauswahl: Geringverdiener stellen deutlich öfter einen künstlichen Baum auf oder verzichten sogar auf einen. Je mehr die befragte Person verdient, desto eher investiert sie in einen gefällten Baum.

Wann der Weihnachtsbaum aufgestellt wird, teilt die Befragten noch immer in zwei Lager: Zum 1. Advent machen sich 45 Prozent an das Aufstellen der Weihnachtsbäume. Im Gegenzug dazu warten 44 Prozent bis Heiligabend, um in den Genuss eines Weihnachtsbaumes zu kommen. 11 Prozent der Deutschen sind sich uneinig über den Zeitpunkt des Aufstellens und haben deswegen ihren ganz eigenen Zeitpunkt.

Die Geschenke

Hier sind sich die Befragten einig: Weihnachten ist Geschenkezeit. 95 Prozent der Befragten besorgen für Weihnachten Geschenke. Nur 5 Prozent lehnen den Konsum ab und beschreiten ihren Heiligabend ganz ohne Bescherung. Schon ab Oktober werfen 46 Prozent der Deutschen einen Blick in die Geschäfte und suchen nach dem passenden Geschenk für das Weihnachtsfest. 33 Prozent der Schenkenden fangen erst im Advent an, auf Geschenkejagd zu gehen. Am pünktlichsten sind die in Deutschland lebenden Griechen: 70 Prozent kaufen bereits ihre Geschenke im Oktober, gefolgt von den in Deutschland lebenden Franzosen (59 Prozent) und den in Deutschland lebenden Afghanen (56 Prozent).

Die Liebsten immer im Hinterkopf haben mit einer langfristigen Planung 18 Prozent der Befragten. Sie besorgen Geschenke das ganze Jahr über verteilt. Kurz vor knapp läuft es bei 3 Prozent der Befragten ab. Sie gehen meistens kurz vor Heiligabend in Geschäfte und kaufen Geschenke (2 Prozent der Frauen und 5 Prozent der Männer). Einen kleinen Unterschied gibt es bei den Geschlechtern: im Schnitt kümmern sich Frauen frühzeitiger um Geschenke als Männer.

Online oder Stationär?

61 Prozent der Befragten nutzen sowohl den stationären als auch den Onlinehandel, um ihre Geschenke zu besorgen. 21 Prozent kaufen hauptsächlich online und 15 Prozent im Einzelhandel vor Ort. Besonders beliebt ist der Onlinehandel bei der jüngeren Generation, 29 Prozent der 25- bis 34-Jährigen kaufen hauptsächlich online. Im Gegensatz dazu sind nur 16 Prozent der 55- bis 65-Jährigen für den Geschenkekauf im Internet unterwegs. In dieser Generation ist der Einzelhandel vor Ort am präsentesten (17 Prozent).

Doch wie viel geben Deutsche tatsächlich für ihre Weihnachtsgeschenke aus?

Die Mehrheit (24 Prozent) gibt 101 bis 200 Euro für Geschenke aus, im Schnitt 100 Euro mehr geben 23 Prozent der Befragten aus. 13 Prozent geben sogar mehr als 400 Euro für Geschenke aus. Etwas bescheidener geht es bei rund einem Drittel (27 Prozent) der Deutschen an Weihnachten zu: 15 Prozent kaufen Geschenke im Wert von 61 bis 100 Euro, 10 Prozent 20 bis 60 Euro und 3 Prozent unter 20 Euro. Wichtig ist den meisten, dass das Geschenk sinnstiftend ist. DIY-Geschenke gibt es übrigens nur bei 3 Prozent der Befragten.

Die Traditionen

Früher war mehr Lametta? Oder anders gefragt: Früher war alles besser? Für 46 Prozent der Befragten hat sich das Weihnachtsfest nicht grundsätzlich verändert. Sie haben viele Traditionen aus der Kindheit übernommen und feiern ähnlich wie damals. Für 40 Prozent der Deutschen war ein kleiner Umschwung nötig - nur ein Teil der Traditionen von damals ist geblieben, während andere neu dazugekommen sind. 14 Prozent feiern ihr ganz eigenes Weihnachtsfest und haben individuelle Traditionen etabliert.

Weihnachten wurde in früheren Jahren mit einem Gang in die Kirche eingeläutet, was den Kirchgang zu einer der wohl ältesten Traditionen macht. Doch mit dem Generationenwechsel erlebt Weihnachten auch einen Statuswechsel. Der Kirchgang ist für 67 Prozent kein Teil der Weihnachtstradition mehr. Nur 33 Prozent der Befragten gehen an Heiligabend zur Messe. Überraschend: 12 Prozent der Nichtreligiösen gehen an diesem Tag in die Kirche.

Nachhaltige Weihnachten

Es soll eine der schönsten Zeiten im Jahr sein, jedoch ist Weihnachten auch einer der verschwenderischsten Tage im Jahr. An keinem Tag im Jahr werden weltweit so viele Geschenke aufgerissen wie an Weihnachten. Eingepackt in Geschenkpapier, glänzen die Pakete nur für ein paar Stunden und Massen an Verpackungen landen im Müll. In den letzten Jahren entwickelte sich jedoch der Trend hin zur Nachhaltigkeit und auch den befragten Personen ist die Umwelt wichtig. Für 58 Prozent der Befragten spielt Nachhaltigkeit zu Weihnachten eine Rolle. Fast drei Viertel (70 Prozent) achten bei der Geschenkeverpackung und 48 Prozent schon bei der Geschenkewahl auf Nachhaltigkeit. Auch das Festmahl steht ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit: 47 Prozent achten beim Essen auf umweltfreundliche Verpackungen, Regionalität oder verzichten auf tierische Produkte.

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