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Chemnitz

Demo für Durstexpress in Leipzig: 450 Kündigungen drohen!

Demonstration Geplante Schließung des Zentrallagers von Flaschenpost/Durstexpress in Leipzig

Leipzig. 

Leipzig. Der Leipziger Standort des Getränkelieferanten "Durstexpress" soll zu Ungunsten von rund 450 MitarbeiterInnen jetzt offenbar doch komplett aufgegeben werden. Das ging am Mittwoch aus Medienberichten hervor. Der "Durstexpress" gehört zum Dr. Oetker Konzern, welcher kürzlich den Konkurrenten "Flaschenpost" für eine Milliardensumme aufkaufte.

Wie es noch am 23. Januar im Infoportal der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) für den Bezirk Ost hieß, sollte in diesem Zusammenhang den MitarbeiterInnen vom Durstexpress gekündigt werden. Sie hätten sich bei Flaschenpost "neu bewerben dürfen". Die Gewerkschafter hatten "Flaschenpost" dann allerdings dazu aufgefordert, den Beschäftigten des "Durstexpress" an allen Standorten einen fairen Betriebsübergang mit ihren alten Arbeitsverträgen und sozialen Bedingungen zu ermöglichen.

Betriebsrat setzt sich für MitarbeiterInnen ein

Mit Datum des 27. Januar äußern die Betriebsräte der "Radeberger Gruppe" (Dr. Oetker) in einem offenen Brief direkt an die Geschäftsleitung gerichtet, akut ihren Unmut über die Ereignisse rund um die Fusion von Durstexpress und Flaschenpost. Unter anderem heißt es darin: "Die Verwunderung ist groß, da wir bisher dachten, dass die Familie Oetker in ihrem Unternehmen die Sozialpartnerschaft lebt...". Die Verfasser bitten den Konzern, "bei allen wirtschaftlichen Zwängen und Nöten" diesen Weg weiter zu beschreiten. Das hätten die Mitarbeiter aller Unternehmensbereiche verdient. Am 28. Januar soll ab 10 Uhr im Leipziger Zentrallager von Flaschenpost/Durstexpress an der Pelzgasse 1-3 gegen die Kündigungen und das drohende Standort-Aus demonstriert werden