Der 1. Mai: Kampf- oder Feiertag?

Tag der Arbeit DGB im Spagat zwischen Tradition und Akzeptanz

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Das Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz. Foto: bl/Linda Laub

Der 1. Mai, der Tag der Arbeit, wird mit vielfältigen Veranstaltungen, Familienfesten und Demos in ganz Deutschland begangen. In Südwestsachsen organisiert in diesem Jahr der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Veranstaltungen in fünf Städten unter dem Motto "Wir sind viele, wir sind eins".

Auch 2017 gibt es laut DGB noch einige Baustellen im Arbeitsleben, die angegangen werden müssen. Zu den Herausforderungen gehörten Arbeitsverhältnisse ohne Tarifbindung, Ungleichbehandlung von Mann und Frau sowie ein sinkendes Rentenniveau.

Ein Thema, das alle angeht

Ralf Hron, Geschäftsführer der DGB Region Südwestsachsen dazu: "Der 1. Mai ist sowohl Kampf-, als auch Feiertag." Die Themen Leben und Arbeit gingen alle Menschen etwas an und böten die Chance, gemeinsam etwas zu erreichen.

Die Veranstaltungen

Die Demonstrationen zum Tag der Arbeit finden in Freiberg (Schlossplatz um 10 Uhr), Chemnitz (Neumarkt und 10 Uhr), Zwickau (Hauptmarkt um 14 Uhr), Plauen (Theaterplatz um 10 Uhr) und in Annaberg-Buchholz (Marktplatz um 10 Uhr) statt.

Beim letzten ersten Mai hatte es in Zwickau massive Proteste rechter Gruppierungen gegeben. Aktivisten hatten den Justizminister Heiko Maas bei der Abreise unter Pfiffen und Beschimpfungen zum Auto verfolgt. Ein solches Bild möchten die Veranstalter 2017 sicher vermeiden.