Der Brexit naht: Unsicherheit für sächsische Unternehmen

Wirtschaft Die IHK hat die Umfrage "Going International" gestartet

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Sachsen. Jedes dritte Exportunternehmen in Sachsen betreibt Geschäfte mit dem Vereinigten Königreich. Deshalb ist die Reichweite des Brexits auch im Freistaat deutlich spürbar. Nun gilt es, sich auf den immer näher rückenden Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union vorzubereiten.

Was sagen die Unternehmen zum Brexit?

Laut der aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammern "Going International" sehen sich nur acht Prozent der befragten Unternehmen ausreichend auf den Brexit vorbereitet. 118 auslandsaktive Unternehmen aus dem Freistaat haben sich an der IHK-Umfrage beteiligt. Die Unsicherheit der Export-Unternehmen ist nach wie vor hoch und beinahe jedes fünfte Unternehmen erwartet laut IHK mit dem Brexit eine Verschlechterung des Außenhandels mit dem Vereinigten Königreich.

Nun muss eine verlässliche Basis geschaffen werden

Kristian Kirpal, Präsident der IHK Leipzig, betont die wachsende Bedeutung Großbritanniens für den sächsischen Markt. "Die notwendige Übergangsphase, auf die sich beide Seiten nun geeinigt haben, muss produktiv genutzt werden, um eine verlässliche Basis für eine langfristige wirtschaftliche Zusammenarbeit zu schaffen", so Kirpal. In der sächsischen Exportstatistik 2017 steht Großbritannien auf dem dritten Platz der Zielländer von Exporten sächsischer Unternehmen.

Um bürokratische Hürden, die mit dem Brexit einhergehen, zu verringern, stehen bei den Brexit-Verhandlungen der freie Warenverkehr sowie die Vermeidung von zusätzlichen Bürokratiebelastungen ganz oben auf der Prioritätenliste sächsischer Unternehmen.