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Der Corona-Stufenplan: Durchblick im Lockerungs-Wirrwarr

Corona Mittels Stufenplan soll sich Deutschland an die Normalität herantasten

Bund und Länder haben sich diese Woche einmal mehr über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das Ergebnis stellt alle bis dahin beschlossenen Regelungen in den Schatten, denn der Stufenplan für weitere Öffnungen ist gar nicht so leicht zu durchschauen. Das Wichtigste: Die meisten Lockerungen sind an die Neuinfektionen innerhalb einer Woche (Inzidenzwerte) gekoppelt. Eine Notbremse kann erfolgte Lockerungen wieder rückgängig machen. Ob Sachsen dem Plan folgt, bleibt allerdings noch abzuwarten. Die Stufen im Überblick:

Diese Öffnungen stehen sicher fest

Ab Montag sollen wieder Treffen des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt erlaubt sein - beschränkt auf fünf Teilnehmer, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammenwohnen, sollen zudem künftig als ein Hausstand gelten. In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 Neuinfektionen pro Woche können es auch Treffen des eigenen Haushalts mit zwei weiteren Haushalten und zusammen maximal zehn Personen sein (Kinder bis 14 Jahre ausgenommen).

Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartencenter können ebenfalls ab Montag unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Ebenso dürfen Fahr- und Flugschulen sowie körpernahe Dienstleistungen ihre Geschäfte wieder aufnehmen. Bedingung hierfür sind ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest der Kunden sowie ein Testkonzept für das Personal.

Von Inzidenzen abhängige Öffnungsschritte ab 8. März

Im Einzelhandel sind Öffnungen ab Montag daran gekoppelt, dass die 7-Tage-Inzidenz (wöchentliche Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner) unter 50 liegt. Ist das der Fall können Kunden das Geschäft betreten. Voraussetzung: Die Läden müssen eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Kunde gewährleisten. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, dann greift das sogenannte "Click and Meet"-Konzept. Hierbei können Kunden nach vorheriger Terminbuchung eingelassen werden. Dabei muss der Besuch für die Kontaktnachverfolgung dokumentiert werden.

Das gleiche Inzidenz-Prinzip gilt für Museen, Galerien, Zoos, Botanische Gärten und Gedenkstätten.

Für den Individualsport im Freien dürfen sich bei einer Inzidenz unter 50 maximal zehn Personen treffen, bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 sind maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt bzw. maximal 20 Kinder unter 14 Jahren.

Von Inzidenzen abhängige Öffnungsschritte ab 22. März

14 Tage später, also frühestens am 22. März, sollen weitere Öffnungen erfolgen, wenn die Inzidenzwerte nicht steigen. Dann sind Außengastronomie, Kultureinrichtungen wie Theater und Kinos sowie unter Auflagen auch Sportstätten an der Reihe. Ein Besuch kann bei Inzidenzwerten unter 50 ohne Corona-Schnelltest erfolgen, im Bereich von 50 bis 100 nur mit negativem Testergebnis. In letzterem Fall ist der Besuch von Außengastronomie lediglich mit vorheriger Terminbuchung möglich.

Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 darf kontaktfreier Sport auch wieder in Räumen stattfinden, im Freien auch Kontaktsport.

Von Inzidenzen abhängige Öffnungsschritte ab 5. April

Frühestens ab dem 5. April sollen bei einem Inzidenzwert unter 50 Freizeitveranstaltungen im Freien mit bis zu 50 Teilnehmern erlaubt sein. Kontaktsport ist dann auch innen möglich. Weitere Öffnungsschritte, insbesondere für noch nicht benannte Bereiche aus den Branchen Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels werden bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 22. März besprochen.

Die "Notbremse"

Sollte in einer Region die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 100 übersteigen, werden automatisch alle schon erfolgten Öffnungen wieder gestrichen. 

Detailliertere Infos zum neuen Plan gibt es hier.



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