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Der große Aufschwung von E-Learning in Corona-Zeiten

Bildung Sind digitale Lernplattformen Segen oder Fluch?

Nachdem die Corona-Pandemie seit März unseren Alltag zu großen Teilen verändert hat, können wir heute sagen, dass wir von unseren technischen Geräten, wie Handy, Laptop und dem Internet, so abhängig sind wie nie zuvor. Einerseits bleiben Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten, noch bis heute geschlossen. Andererseits setzen nun aber auch mehr Unternehmen und Betriebe auf Home-Office.

Vor kurzem noch undenkbar - heute Alltag

Es mussten nun Alternativen zu gewohnten Lern- und Arbeitsformen her, und zwar schnell. E-Learning war für Einige bereits ein Begriff, doch wirklich benötigt wurde diese Form der Digitalisierung bisher nicht. Doch in 2020 mussten plötzlich Schulen, Universitäten, aber auch Unternehmen in neue Systeme und Prozesse investieren.

Und wie sieht es in anderen Ländern aus? Was die Digitalisierung angeht, belegt Deutschland laut einer repräsentativen Umfrage vom Technologieunternehmen Cirix im internationalen Vergleich den letzten Platz. In anderen Ländern hingegen gehört E-Learning schon länger zum Alltag. In Italien beispielsweise hat die Bildungsdirektion festgelegt, die Digitalisierung an Schulen von 2019 bis 2023 stark zu fördern. Dazu wurden sogenannte "Digicoaches" ausgebildet, die jeweils mehrere Schulen betreuen. Sie sollen Schülern und Lehrern mit digitalen Inhalten, aber auch im Umgang mit technischen Geräten helfen.

Ein holpriger Start für digitale Lernplattformen

Nachdem der erste Lockdown einberufen wurde, gelang der Übergang zum digitalen Unterricht nicht für alle Schüler einwandfrei. Demnach lief nur bei jedem zehnten deutschen Schüler der Wechsel zum Online-Unterricht reibungslos. Insbesondere Kinder von sozial schwächeren Familien hatten oftmals keinen Computer oder Internetzugang bzw. eine ruhige Lernatmosphäre. Auch die Schulen waren schlichtweg nicht auf die Umstellung der Lernform eingestellt. 53 Prozent der Eltern gaben an, dass eine Lehrerfortbildung für Fernunterricht angebracht wäre.

Was Studierende über Online-Semester denken

An Universitäten und Hochschulen gibt es schon länger, zusätzlich zu den gewohnten Vorlesungen, Online-Kurse. Demnach sprachen sich etwa 49 Prozent aller Studierenden für ein hybrides Modell aus Präsenz- und Online-Vorlesungen aus. Zudem würden 12 Prozent ihr Studium nach Corona weiter online fortsetzen.

Welche Möglichkeiten bietet E-Learning überhaupt?

E-Learning ermöglicht es unter der Verwendung von Geräten, wie Smartphones, Tablets oder PCs Bildungsinhalte aufzurufen. Die häufigste Form ist hierbei E-Learning by distributing. Hierbei muss der Lehrende nicht anwesend sein. Eine weitere Form sind Lernplattformen mit interaktiven Aufgaben, bei denen Schüler und Studierende ihr gelerntes Wissen mithilfe von Multiple-Choice Tests abrufen vertiefen. Durch E-Learning besteht die Möglichkeit, dass Bildung zu jedem Zeitpunkt stattfinden kann. Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt uns, wie wichtig eine frühzeitige Integration von E-Learning-Systemen in Schulen ist. Denn dadurch wird auch die Medienkompetenz der Schüler im frühen Alter schneller gefördert.

Ist E-Learning nun ein Fluch oder Segen für die Gesellschaft?

Obwohl digitale Lernplattformen sehr viele positive Aspekte für Schüler, Studierende und Unternehmen hat und eine große Erleichterung im Alltag darstellt, gibt es in der Umsetzung (noch) zu viele Probleme:

Das beste Beispiel für die Region ist die Lernplattform LernSax, die insbesondere für die Schulen von Bedeutung ist. Um auf die Inhalte zugreifen zu können, müssen sich die Schüler mit einem Benutzernamen anmelden. Oftmals ist dies aber nicht möglich, da die Plattform viele Wartungsarbeiten für die Server oder auch zu geringe Kapazitäten hat. In diesem Fall wird den Schülern für einen gewissen Zeitraum die Möglichkeit genommen, ihre Aufgaben oder Tests zu erledigen.