Deutscher Präventionstag kommt nach Dresden

Kriminalität Kongress findet Anfang nächster Woche zum 23. Mal statt

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Foto: Harry Härtel/Haertelpress  Foto: Harry Härtel/Haertelpress

Dresden. Am 11. und 12. Juni startet in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden der Deutsche Präventionstag. Themenschwerpunkt der Veranstaltung wird in diesem Jahr das Thema "Gewalt und Radikalität - Aktuelle Herausforderungen für die Prävention" sein. Der Jahreskongress ist weltweit der größte seiner Art und findet nächste Woche bereits zum 23. Mal statt. Insgesamt wird es im Internationalen Congress Center 154 Vorträge und 150 Infostände geben.

Verantwortliche freuen sich über hohe Teilnehmerzahlen

Innenminister Roland Wöller sagte in seiner Funktion als Vorsitzender des Landespräventionsrates in einer Pressemitteilung: "Das große Interesse am Deutschen Präventionstag zeigt, wie wichtig den Teilnehmenden ein interdisziplinärer Erfahrungsaustausch, der Blick über den eigenen Tellerrand sowie die Vernetzung mit anderen internationalen staatlichen wie nicht-staatlichen Akteuren aus den Bereichen Kriminal-, Gewalt- und Extremismusprävention ist".

Wie der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert mitteilte, werden in diesem Jahr über 2.200 Fachteilnehmer zum Deutschen Präventionstag erwartet. Somit wäre die Veranstaltung eine der am besten besuchten Präventionstage.

Schirmherr der Veranstaltung ist der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, der im Rahmen des Eröffnungsplenums am 11. Juni gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Dresdens Erstem Bürgermeister Detlef Sittel über die Herausforderungen erfolgreicher Präventionsarbeit diskutieren wird. Zur Abschlussdiskussion wird außerdem Bundesjustizministerin Katarina Barley erwartet.

Dresden geht mit gutem Beispiel voran

Die diesjährige Gastgeber-Stadt ist in Sachen Präventionsarbeit vorn mit dabei: Laut Oberbürgermeister Hilbert investiere die Landeshauptstadt 2017 und 2018 über eine Million Euro in Projekte zur Stärkung der Demokratie, Prävention von Extremismus und Schaffung eines friedlichen sowie gewaltfreien Zusammenlebens.

Hilbert bezeichnete den Ansatz der Dresdner Präventionsarbeit weiterhin als "lokal, lösungsorientiert, manchmal pragmatisch, aber immer nah am Menschen". Als Beispiele für gelungene Programme nannte er die seit Jahren erfolgreiche Graffitiprävention der Stadt, die Suchtprävention in Brennpunkten sowie ein Präventionsprojekt der Dynamo-Fans. Ziel sei "eine gute Dresdner Kultur des Miteinanders" .