Die Arbeit der Frauen wertschätzen

Gleichstellung Am 18. März ist der Equal Pay Day

Der 18. März ist in diesem Jahr der Tag, bis zu dem Frauen ohne Vergütung arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Damit markiert der Equal Pay Day symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Mit 21 Prozent liegt diese laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes über dem europäischen Durchschnittswert von 16 Prozent. Seit dem ersten Equal Pay Day hat sich die Lücke um nur zwei Prozent verringert.

Warum ist das so?

Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, erklärt: "Auch in Sachsen sind die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen Realität. Warum ist das so? Frauen haben seltener Führungspositionen inne und arbeiten in schlechter bezahlten Branchen. Sie sind häufiger in Teilzeit beschäftigt und haben unterbrochene Erwerbsbiographien. Der Tag will uns ermahnen, die Arbeit von Frauen wertzuschätzen. Es geht uns um Überzeugungsarbeit und um die Sensibilisierung von Unternehmen. Natürlich muss auch die Staatsregierung als Teil der Gesellschaft und großer Arbeitgeber in Sachsen ihren Beitrag leisten. Aus diesem Grund haben wir ein modernes Gleichstellungsgesetz vorgelegt, mit dem wir das Frauenförderungsgesetz aus dem Jahre 1994 weiterentwickeln haben. Der Gesetzentwurf konnte jedoch nicht verabschiedet werden. Ich bedaure sehr, dass wir dadurch eine große Chance vertan haben. Mit dem modernen Gleichstellungsgesetz wollten wir nicht nur die Situation von Frauen im öffentlichen Dienst verbessern, sondern auch die Männer stärken, die Zeit für ihre Familie in Anspruch nehmen wollen. Denn eine moderne Gleichstellungspolitik richtet sich an beide Geschlechter."