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Sachsen

Neue Corona-Regeln: Homeoffice-Pflicht und medizinische Masken

Corona-Schutz-Verordnung Neue Regelungen treten ab dem 28. Januar in Kraft

Sachsen. 

Sachsen. Sachsen passt nach dem gemeinsamen Beschluss der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin seine Corona-Schutz-Verordnung an. Die neue Verordnung gilt ab Donnerstag, 28. Januar, bis Ablauf des 14. Februar. Die Grundsätze der Verordnung behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Dazu zählen unter anderem die Reduzierung der Kontakte, das Tragen von Mund-Nasenbedeckungen - idealerweise medizinischem Mund-Nasen-Schutz - überall dort, wo sich Menschen begegnen, der Verzicht auf Reisen, Besuche und Einkäufe sowie die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln. In Alten-und Pflegeheimen werden ab Ende der 5. Kalenderwoche für Beschäftigte drei Corona-Tests pro Woche verbindlich festgelegt.

Homeoffice-Verpflichtung

Neu ist auch die Verpflichtung von Arbeitgebern, in Fällen von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten den Beschäftigten anzubieten, diese Tätigkeiten von zu Hause aus auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Weiterhin wird neu geregelt, dass die aufgestellten Hygienekonzepte von Kirchen und Religionsgemeinschaften an die besondere Infektionslage anzupassen sind, dies kann konkret unter anderem den Verzicht auf gemeinschaftlichen Gesang beinhalten.

Ausgangssperre bei Inzidenzwert über 100

Landkreise und Kreisfreie Städte können die Ausgangssperre von 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages aufheben, wenn die Inzidenz (Neuinfektionen pro Woche je 100.000 Einwohner) von 100 an fünf Tagen dauernd unterschritten wird. Darauf hatten sich das Land und die Kommunen vorab verständigt. Der Konsum von Alkohol ist auf den öffentlichen Verkehrsflächen der Innenstädte und an sonstigen öffentlichen Orten unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, untersagt.

Alltagsmaske hat ausgedient

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung bleibt überall dort bestehen, wo sich Menschen begegnen. Die selbstgenähten Alltagsmasken müssen dabei in den meisten Fällen weichen. Stattdessen besteht die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, vor dem Eingangsbereich von und in Groß- und Einzelhandelsgeschäften sowie in Gesundheitseinrichtungen (z.B. Arztpraxen) und für Zusammenkünfte in Kirchen und bei der Religionsausübung. Eine Verpflichtung zum Tragen von FFP2-Masken oder dem vergleichbaren Standard KN95/N95 besteht für die Beschäftigten ambulanter Pflegedienste bei der Ausübung der Pflege, beim Besuch von Tagespflegeeinrichtungen, in Pflegeeinrichtungen für die Besucher, in Justizvollzugsanstalten, Flüchtlingsunterkünften für das Personal und die Besucher.

Wann ist die Maske am Arbeitsplatz verpflichtend?

Beschäftigte müssen in Arbeits- und Betriebsstätten mindestens medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn eine Mindestfläche von 10 Quadratmeter für jede im Raum befindliche Person unterschritten wird, der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann oder bei den ausgeführten Tätigkeiten mit Gefährdung durch erhöhten Aerosolaustausch zu rechnen ist. Davon ausgenommen sind Beschäftigte in Schulen oder Einrichtungen der Kindertagesbetreuung.

Die bestehenden Ausnahmen für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres, Personal ohne Kundenkontakt oder soweit andere Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, für Menschen mit Behinderung und solche mit gesundheitlichen Einschränkungen behalten ihre Gültigkeit.

Mehr Informationen zur Corona-Schutz-Verordnung gibt es auf der Homepage des Freistaats unter dem Punkt Amtliche Bekanntmachungen.