Digitale Schnittstelle für Strafgerichte realisiert

Justiz Einsatz des Freistaates Sachsen erfolgreich

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Foto: Markus Beck/iStockphoto

Dresden. In den Geschäftsstellen der Strafgerichte gibt es nun Erleichterung. Wo bislang sämtliche Namen und alle Verfahrensdaten manuell elektronisch erfasst werden mussten, gibt es nun eine digitale Schnittstelle. Richter und Staatsanwälte nutzen für ihre Arbeit unterschiedliche IT-Fachprogramme. Dies hat den Datenaustausch untereinander bislang nicht ermöglicht. Daher hat sich der Freistaat Sachsen dafür eingesetzt, eine Schnittstelle zu programmieren, um die Arbeit der Strafgerichte zu erleichtern.

Großer Zeitgewinn

Am Amtsgericht Zwickau wurde die neue Möglichkeit bereits erfolgreich getestet. "Der Wegfall der mühsamen und fehleranfälligen Neuerfassung von Personen- und Verfahrensdaten bei den Gerichten ist nach dem bereits seit längerer Zeit praktizierten elektronischen Datenaustausch zwischen den Staatsanwaltschaften und der Bundespolizei ein weiteres hervorragendes Beispiel für die Vorteile und Arbeitserleichterungen durch die Digitalisierung, auch in der Justiz", erklärt Justizminister Sebastian Gemkow.

Die Realisierung für Staatsanwaltschaften und Gerichte bringt einen enormen Zeitgewinn mit sich. Im Jahr 2016 haben letztere etwa 77.000 Verfahren mit mehr als 238.000 Beteiligten erhalten. Auch für die Staatsanwaltschaften ist die Schnittstelle von Vorteil: sie erhalten eine automatische Rückmeldung des Aktenzeichens, die Verfahren können somit schneller und effizienter bearbeitet werden.