Digitalisierung - Einzelhandel liegt unter dem Durchschnitt

Modernisierung Investitionsbedarf ist das Hauptproblem für sächsische Firmen

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Foto: shironosov/iStockphoto

Der klassische Einzelhandel steht aufgrund der Digitalisierung vor enormen Herausforderungen, die weit über das sichtbare Wachstum des Online-Handels hinausgehen: Traditionelle Geschäftsmodelle und gewohnte Beziehungen zwischen Erzeugern, Lieferanten, Händlern, Dienstleistern und Kunden werden durch neue Shopping-Konzepte, wachsende Preistransparenz und technologische Möglichkeiten zunehmend auf den Kopf gestellt.

Dennoch liegt der Handel in Sachsen bei der Digitalisierung bisher nur im Mittelfeld, wie ein durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) veröffentlichtes Gutachten zeigt. Mit 41 von 100 möglichen Punkten liegt der sächsische Handel damit unter dem bundesweiten Wert, der 55 Punkte erreicht.

Händler sind vom Aufwand abgeschreckt

Vor allem der Investitions- und Zeitbedarf schreckt die Händler bisher von Digitalisierungsvorhaben ab. Noch halten 57 Prozent der befragten Händler in Sachsen den Einfluss der Digitalisierung auf den Unternehmenserfolg für gering. "Aufgrund der zu erwartenden Umwälzungen des Geschäfts kann ich nur dafür werben, Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung eine hohe Aufmerksamkeit zu widmen", so Stefan Brangs, Beauftragter der Staatsregierung für Digitales und Staatssekretär im SMWA.

"Damit insbesondere auch kleine Läden weiterhin die sächsischen Innenstädte bereichern, muss sich der Handel heute der Digitalisierung stellen. 31 Prozent der sächsischen Händler meinen gar, Digitalisierung sei nicht notwendig - diese Einschätzung halte ich für riskant."