Ein Smartphone zum Verbrecher jagen

Polizei Freistaat Sachsen schafft 2.300 Telefone mit Spezial-Apps an

Dresden. 

Dresden. Am Freitag gab Innenminister Wöller den Startschuss für ein Digitalisierungsprojekt für die sächsischen Polizeibeamten. Denn ab Juli sollen bei der Polizei schrittweise 2.300 Smartphones verteilt werden, die mit berufsspezifischer Software ausgestattet sind. Unter anderem haben die Telefone Spezial-Apps wie einen verschlüsselten Messenger, Apps zur Dokumentenüberprüfung oder Personenabfrage. Das Besondere daran: Die Smartphones arbeiten in einer besonders geschützten IT-Umgebung, in der die Polizei selbst die Administration übernimmt.

Innenminister Wöller zeigte sich erfreut über die Einführung der neuen Technik: "Die Polizei Sachsen muss nicht nur personell gut ausgestattet sein, sie muss sich auch technologisch auf Höhe der Zeit bewegen. Für mehr Sicherheit wollen wir mehr polizeiliche Präsenz auf den Straßen und in den Ortschaften, deshalb stärken wir mit innovativer Technik die mobile Polizeiarbeit."

System soll künftig verbessert werden

Entwickelt wurde diese Technik gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktur, die auch künftig dabei helfen sollen, die Messenger-App und andere Dienste weiterzuentwickeln. Denkbar sind laut einer Pressemitteilung vom Freitag auch weitere Apps, zum Beispiel für die Navigation bei Gruppeneinsätzen, mobile Auskunftsdienste oder ein Bezahlsystem für die Online-Abrechnung von Bußgeldern. Bis 2021 sollen 4.000 der Smartphones des Modells Samsung Galaxy A8 unter den Beamten in Umlauf gebracht werden. Allein in diesem Jahr wurden in die neue Technik für die Polizei 2,2 Millionen Euro investiert.