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Eine Sportlegende feiert seinen 90. Geburtstag

Ehrung Gustav-Adolf "Täve" Schur ist ein besonderer Radsportler

Heyrothsberge. 

Heyrothsberge. Heute, am 23. Februar, ist für die Radsportlegende ein besonderer Tag er wird nämlich 90. Jahre jung. Jung deshalb weil er auch noch jung aussieht und rundum fit ist. Am vergangenen Freitag war er neben dem frisch gebackenen, 100-jährigen Herbert Köfer im MDR Riverboat zu erleben. Neben dem 100-Jährigen, rüstigen und voller Kraft strotzenden Köfer wirkte er wie ein "junger Hüpfer". Beide hatten viel zu erzählen. Wer ist eigentlich Gustaf Adolf Schur, den die meisten fast nur unter den Namen" Täve" Schur kennen.

Geboren am 23.2.1931, erlebte er als Kind den 2. Weltkrieg. Vielleicht prägte ihn genau diese Zeit dass er sich später politisch engagierte und sich in seiner Haltung nie verbiegen lies. Er steht für Frieden, Völkerverständigung und Umweltschutz.

Er lebte für den Radsport und schrieb Sportgeschichte. Schon früh begeisterte er sich für das Radfahren, er war 19.Jahre als alles begann. Der ehrgeizige Sportler entwickelte sich stetig weiter. Er nahm zwölfmal an der internationalen Friedensfahrt teil, gewann das damals größte Amateurradrennen der Welt (1955 und 1959)! Bei den Olympischen Spielen 1956 belegte er einen dritten Platz. 1958 wurde er das erste Mal Weltmeister und das auch 1959. Aber richtig bekannt wurde er erst im Jahre 1960 mit dem legendären Sieg von Bernhard Eckstein auf dem Sachsenring. Täve machte damals seinen Mannschaftskameraden Eckstein den Weg frei, indem er sich mit dem belgischen Fahrer Vanden Berghen beschäftigte, Täve wurde verdienter Zweiter. Hier bewies er sportliche und menschliche Größe, die bis heute anhält. Auch politisch war Gustav Adolf Schur immer aktiv er war in der DDR-Volkskammer und auch nach der Wende im Bundestag tätig. Er blieb immer der "Täve" - ein Vorbild für viele und schätzte dabei auch die Lebensleistungen anderer. Man kann sagen, er war der bekannteste Sportler der damaligen DDR.

Täve fuhr sich in die Herzen der damaligen sportbegeisterten Fans. Die Menschen mögen ihn bis heute, weil er auf dem Boden geblieben ist und sich in seiner politischen Haltung nie verbiegen lassen hat. Er ist immer seinen Idealen treu geblieben und das zeichnet diesen Menschen besonders aus. Auch in einem Alter, wo andere sich lange zur Ruhe setzen, ist er immer umtriebig, kümmert sich auch noch um den Nachwuchs im Radsport. Täve war immer ein Kämpfer, setzte sich Ziele, erlebte Höhen und Tiefen. Im vergangen Jahr verstarb seine Ehefrau Renate "Reni", mit der er 58 Jahre zusammen war. Beide haben vier Kinder. Täve sagte "Ich war oft unterwegs, meine Frau hat mir immer den Rücken freigehalten, war für die Familie da und dafür bin ich sehr dankbar." Nun hat er sich wieder ein Ziel gesetzt, denn er möchte fit bleiben und die 100. erreichen. Herbert Köfer hat ihm gezeigt, dass das möglich ist. Wünschen wir ihm alles Gute.