Enkeltrick-Betrüger wieder erfolgreich

blaulicht Polizei wendet sich gezielt an Angehörige von älteren Bürgern

Chemnitz/Großhartmannsdorf/Frankenberg/Burgstädt/Zwönitz/Börnichen. Am gestrigen Tag wurde der Polizei eine Vielzahl von versuchten Enkeltrick-Betrügereien im Zuständigkeitsbereich bekannt. Immer wieder hatten die Betrüger bei älteren Herrschaften angerufen und sich als Enkel/Enkelin oder Verwandte ausgegeben, die dringend aufgrund von verschiedenen Notlagen hohe Geldsummen benötigen würden. In einem Fall glückte die Masche. Eine Chemnitzerin ließ sich in einem Geldinstitut trotz wiederholter und eindringlicher Hinweise der Bank-Angestellten mehrere tausend Euro auszahlen, um es wenig später einem Betrüger (gab sich als Kurier der angeblichen Verwandten aus) zu übergeben. Trotz wiederholter präventiver Hinweise und entsprechenden Veröffentlichungen in verschiedenen Medien musste die Polizeidirektion Chemnitz damit feststellen, dass es der mittlerweile dritte erfolgreiche Enkeltrick im Zuständigkeitsbereich in den vergangen vier Wochen war. Die Polizei wendet sich nunmehr explizit an die Angehörigen älterer Bürger.

- Informieren Sie sich selbst über die Betrugsform des Enkeltricks und weiteren vergleichbaren Betrügereien, bei denen die Täter an das Ersparte Ihrer Angehörigen wollen! Geeignete Informationen sind beispielsweise auf der Homepage der Polizei Sachsen unter https://www.polizei.sachsen.de/de/23179.htm zu finden.

 

- Nehmen Sie die Problematik nicht auf die leichte Schulter! Die Annahme "Meinen Eltern und Großeltern passiert so etwas nicht" kann falsch sein. - Sprechen Sie offen mit Ihren Angehörigen über geeignete Verhaltensweisen, wenn sich die äußerst wortgewandten und vor allem geschickten Betrüger am Telefon melden!

 

- Helfen Sie Ihren Angehörigen dabei, den Vornamen im Telefonbucheintrag abkürzen zu lassen! Damit entziehen Sie den Tätern die Grundlage, auf Ihre Angehörigen aufmerksam zu werden.

 

- Bestärken Sie Ihre Angehörigen darin, einfach aufzulegen, wenn ein Anruf verdächtig erscheint! Anschließend sollte die Polizei (Notruf: 110) verständigt werden.

- Hinterlassen Sie bei Ihren Angehörigen Ihre Erreichbarkeit (privat und dienstlich)! So kann im Zweifel mit Ihnen umgehend Rücksprache gehalten werden.

 

- Spielen Sie auch derartige Betrugsanrufe mit Ihren Angehörigen durch, um vermittelte Verhaltensweisen zu festigen! - Wenn Angehörige Opfer derartiger Betrugsstraftaten geworden sind, unterstützen Sie Ihre Verwandten dabei, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten!

 

Mehrere Geldinstitute verfügen ebenso über Informationsmaterial, welches über den Enkeltrick und weitere vergleichbare Betrugsformen sowie die Folgen aufklärt. Einmal an Betrüger übergebenes Geld wird den Geschädigten durch die Banken in aller Regel auch nicht ersetzt.