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Extremisten trafen klassische Enduro-Piloten

MOTORSPORT Im Herbst zwei WM-Läufe im Erzgebirge

Edolo / Italien. 

Edolo / Italien. Beim zweiten Lauf zur Enduro-Weltmeisterschaft 2021 gab es am vergangenen Wochenende im norditalienischen Edolo ein Wiedersehen mit einigen auch im Erzgebirge guten Bekannten. Damit sind aber nicht die dauerhaft im EnduroGP agierenden Steve Holcombe und Brad Freeman aus Großbritannien, Eero Remes aus Finnland oder die Brüder Daniel und Jamie McCanney, ebenfalls aus dem Vereinigten Königreich, gemeint, denn deren Mitwirken ist ja obligatorisch. Nein, es waren viel mehr die vom GetzenRodeo oder dem SuperEnduro in Riesa bekannten Extrem- bzw. Superenduristen wie der Bayer Manuel Lettenbichler, der Brite Billy Bolt oder Taddy Blazusiak aus Polen.

Fremdgeher nutzen Rennen als zusätzliches Training

Alle drei mischten sich in Edolo im Wettkampfmodus unter die "normalen" Endurofahrer, gingen also gewissermaßen fremd. Dazu erklärte Manuel Lettenbichler: "An diesem Wochenende war kein anderes Rennen. Da war es eine spontane Entscheidung, bei der Enduro-WM mitzufahren. Ich finde es ganz cool, denn Rennen sind immer ein gutes Training. Ich möchte in allen Kategorien besser werden, da kommt so etwas Mal ganz gelegen. Mit einem Rennen, egal was, bleibt man besser im Fluss, als irgendwo allein zu trainieren."

Da stellte sich natürlich die Frage, ob der Sieger des GetzenRodeo und WESS-Champion (World Enduro Super Series) von 2019 gedenkt, auch beim deutschen Lauf zur Enduro-Weltmeisterschaft 2021 vom 8. bis 10. Oktober "Rund um Zschopau" an den Start zu gehen. "In diesem Jahr wahrscheinlich nicht, denn wir haben ja noch einige Rennen zur Hard Enduro World Championship und einen insgesamt ziemlich vollen Kalender. Aber ich habe auf jeden Fall mal vor, zu fahren. Nur bräuchte ich dazu etwas mehr Vorbereitungszeit, denn ich will mich dann ja so gut wie möglich präsentieren", erklärt Manuel Lettenbichler dazu.

Damit ist auch klar, worauf er auch zukünftig seinen Fokus richtet und er demzufolge auf jeden Fall am 29. Oktober zum GetzenRodeo nach Griesbach zum Finallauf besagter FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft kommen wird. In Edolo wurde er am ersten Tag als 17. der Gesamtwertung aller Klassen in der "E2" immerhin Siebenter. Am Sonntag musste er nach einem technischen Defekt infolge eines massiven Steinschlags seine KTM vorzeitig abstellen.

Auch sechsfacher SuperEnduro-Weltmeister hatte Spaß

 

Taddy Blazusiak wurde am Samstag 23. aller EnduroGP-Fahrer sowie Achter in der Klasse E3. Tags darauf konnte sich der sechsfache SuperEnduro-Weltmeister um jeweils einen Platz steigern, was für ihn aber nebensächlich war. "Es ist immer gut, Rennen zu fahren. Gleichzeitig ist es schwierig ein Rennen zu fahren, wenn du eigentlich nicht in dieser Meisterschaft fährst. Man riskiert dann nicht alles und sieht das dann in so einem starken Feld an den Zeiten. Man verliert hier ein paar Sekunden, dann da ein paar Sekunden und am Ende des Tages ist das Ergebnis dann dementsprechend. Für mich war es aber das Wichtigste, meine Sponsoren zu präsentieren, mich meinen italienischen Fans zu zeigen und zu sehen, ob meine Ende letzten Jahres operierte Schulter auch an zwei Wettkampftagen hält. Auch mit dem Bike konnten wir wieder ein paar Fortschritte erzielen", meinte der GasGas-Pilot anschließend.

 

Der wilde Engländer

 

Mit Abstand Bester der drei "Fremdgeher" war der stets verwegen fahrende Brite Billy Bolt. Er wurde am Samstag als Gesamtfünfter und zugleich E3-Dritter sogar aufs Podium gerufen. Das war auch für den Sonntag sein Plan, doch nach einem größeren Zeitverlust auf Grund einer im Extremtest abgesprungenen Kette, reichte es diesmal nur zu den Plätzen zehn sowie fünf in der Klasse. Sein Fazit lautete: "Ich bin wegen des Ergebnisses vom Sonntag ein bisschen enttäuscht, denn ich hätte gern wieder auf dem Podest gestanden. Etwas nüchterner betrachtet war es aber unter den ganzen reinen Enduro-Spezialisten ein sehr gutes Wochenende für mich."