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Fünf Jahre Mindestlohn: So hat Sachsen profitiert

Bilanz "Fortentwicklung durch starke Tarif- und Sozialpartnerschaft"

Fünf Jahre ist es mittlerweile her, seit der Mindestlohn eingeführt wurde. Die Angst vor massivem Arbeitsplatzabbau ist nicht eingetreten, die Zahl der Arbeitslosen ist in Sachsen seitdem kontinuierlich gesunken. "Der flächendeckende Mindestlohn ist und bleibt unverzichtbar. Und er ist zweifelsohne ein Erfolg", meint Sachsens Arbeitsminister Martin Dulig. "Er ist eine der wichtigsten sozialpolitischen Maßnahmen der vergangenen Jahre. In keinem anderen Bundesland hat der Mindestlohn zu größeren positiven Effekten geführt als in Sachsen."

"Wir müssen den Mindestlohn auf ein existenzsicherndes Niveau heben"

Ganze 44 Prozent der Betriebe erhöhten die Löhne infolge der Mindestlohneinführung, 16 Prozent der sächsischen Beschäftigten profitieren von der Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns. Die beschlossenen Erhöhungen des Mindestlohns auf 9,19 Euro zum 1. Januar 2019 und auf 9,35 Euro zum 1. Januar 2020 sind aus Sicht von Dulig wichtige Schritte, aber nicht ausreichend.

"Wir müssen den Mindestlohn mittelfristig auf ein existenzsicherndes Niveau heben. Beschäftigte, die Vollzeit arbeiten, sollten nicht unter 2.000 Euro verdienen. Das ist eine Frage des Respekts vor ihren Arbeitsleistungen", so Dulig. Zudem müsse der Mindestlohn künftig flankiert werden von einer starken Tarif- und Sozialpartnerschaft und einer starken betrieblichen Mitbestimmung.



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