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Familienzeit auch in der Krise bewusst wahrnehmen

Ratgeber Mit diesen Tipps kommen Eltern gut durch die schwierige Zeit

Ab dem 15. Februar können im Freistaat wieder Kitas besucht werden. Einige Eltern werden sich aus unterschiedlichen Gründen dennoch dagegen entscheiden. Wie Eltern und Kinder weiterhin gemeinsam durch die schwierige Zeit kommen, wissen zum Beispiel Leiterinnen und Leiter von Kindertagesstätten in Annaberg-Buchholz. Eine Umfrage unter ihnen ergab: In dieser Zeit ist es vor allem wichtig, Sicherheit zu geben sowie Rituale einzuführen und zu erhalten.

Strukturierter Tagesablauf

Weiterhin raten sie zur Erstellung eines Wochenplans, am besten gemeinsam mit den Kindern, sodass sich diese eingebunden fühlen und sich auch damit identifizieren können. Für Kleinkinder, welche noch nicht lesen können, empfiehlt sich hier ein Plan mit Bildchen oder Skizzen. Der Wochenplan sollte ebenfalls einen strukturierten Tagesablauf enthalten. Hier ist es wichtig, mit den Kindern je Woche die Anliegen, Aufgaben und Aktivitäten zu besprechen und somit allen einen Überblick im Vorfeld zu verschaffen.

Sinnvolle Beschäftigung

Geregelte Essens-, Pausen- und Schlafenszeiten sind dabei genauso wichtig wie die Einplanung von Selbstlern- oder Beschäftigungsphasen. Den Einbezug in die Aufgaben rund um den Haushalt, aber auch Freizeit und gemeinsame Spiel- und Erlebniszeiten dürfen dabei nicht fehlen. Routinen und fest Abläufe dienen der Vermeidung von Stress und sind für alle Familienmitglieder wohl gerade jetzt wichtiger denn je.

Zeit für sich selbst

"Geht es den Eltern gut, so auch den Kindern", sagen die Erzieherinnen und Erzieher. Damit es neben dem Alltagsmanagement den Eltern auch gut gehen kann, empfehlen sie deshalb ebenfalls Zeit für sich selbst einzuräumen und den Kindern dies auch zu kommunizieren. Dies kann bei einer Tasse Kaffee, einem guten Buch, Musik hören, Sport treiben, spazieren gehen oder auch bei einem Telefonat mit Freunden und Familie sein.

Gemeinsame Zeit genießen

Zum Bewältigen der aktuellen Herausforderungen ist im Allgemeinen nach dem Motto "weniger ist mehr" vorzugehen. Die Experten empfehlen, sich den oft selbst auferlegten Druck der permanenten Bespaßung zu nehmen. Die Erziehungsberechtigten müssen vor allem eins sein: authentisch für sich und ihre Kinder - keine Eventmanager oder Alleskönner.

Niemand ist perfekt und für alle stellt die aktuelle Lage eine noch nie da gewesene Ausnahmesituation dar. Wichtig ist es, neben der Zeit für sich selbst, die gemeinsame (Frei)Zeit auch entsprechend zu nutzen und zu genießen. Hierzu gibt es viele Empfehlungen: Vom Bücher lesen über einfach Brett- und Kartenspiele bis hin zu basteln, malen, Neues ausprobieren, einfach mal experimentieren, sich gegenseitig Freiräume gewähren und vor allem raus an die frische Luft zu gehen. Das Winterwetter nutzen und genießen, medienfreie Tage einplanen und auch einfach mal die Seele baumeln lassen - für eine Zeit Sorgen, Nöte, Ängste und Co. verbannen - einfach Familienzeit bewusst wahrnehmen.