Ferienstart in Sachsen: Stau am Brenner vermeiden – Diese Termine sollten Urlauber kennen

Hohes Verkehrsaufkommen Richtung Südtirol oder Italien

Sachsen

Skier, Skiausrüstung, Kofferraum vollgepackt – und los geht’s! Ab Montag, 9. Februar, starten in Sachsen die zweiwöchigen Winterferien, zeitgleich sind auch in Mecklenburg-Vorpommern die Schulferien im Gange, während Bayern und Thüringen eine Woche später am Montag, 16. Februar, folgen. Für viele Familien bedeutet das: Skiurlaub in den Alpen.

Mehr Verkehr auf den Straßen

Das hat zur Folge: mehr Verkehr auf den Autobahnen, volle Nadelöhre und erhöhte Staugefahr auf den klassischen Reiserouten Richtung Süden. Besonders der Brenner dürfte nach Angaben des ADAC in den kommenden Tagen für Skiurlauber zur Geduldsprobe werden. In Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt enden die Winterferien am Wochenende (7. und 8. Februar).

Brenner stark befahren

Der Brenner zählt zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen und ist gerade in Ferienzeiten regelmäßig überlastet. Ein zentrales Problem bleibt die Großbaustelle an der Luegbrücke auf der Brennerautobahn A13. Seit März 2025 finden Bauarbeiten an der Brücke nahe der österreichisch-italienischen Grenze statt, die bis 2030 andauern sollen.

Zweispurige Fahrbahn an verkehrsstarken Tagen

Wegen der Baustelle ist die Fahrbahn größtenteils einspurig und die Geschwindigkeit ist auf 60 km/h begrenzt, wie der ADAC berichtet. An ausgewählten Tagen gibt es allerdings Ausnahmen: Dann wird eine zweite Spur freigegeben.

Tage, an denen zweispurig gefahren wird:

Laut Asfinag (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft Österreich) ist diese Zweispurigkeit lediglich temporär an verkehrsstarken Tagen durch eine besondere Verkehrsführung möglich. Dabei müssen alle schweren Fahrzeuge mit einem Gewicht über 3,5 Tonnen (z.B. LKW, Busse, Wohnmobile) auf die linke und somit innere Fahrspur wechseln. PKW und Wohnwagen-Gespanne können beide Fahrspuren wie bisher auch nutzen.

Richtung Süden:

An den Samstagen 7., 14., 21. und 28. Februar kann man den Brenner Richtung Süden, wenn es nicht schneit, auf zwei Spuren passieren und es gilt LKW-Verbot (Fahrzeuge über 7,5 Tonnen). Bei Schneefall bleibt die Fahrbahn einspurig.

An den Sonntagen 15. und 22. Februar, wenn es nicht schneit, soll die Fahrbahn ebenfalls zweispurig freigegeben werden, jedoch besteht kein LKW-Verbot - aber es gelten die Wochenend-, Feiertags- und Nachtfahrverbote. Bei Schneefall bleibt die Fahrbahn einspurig.

Richtung Norden:

An den Samstagen 7., 14., 21. und 28. Februar in Richtung Norden (Deutschland), wenn es nicht schneit, wird die Fahrbahn zweispurig freigegeben und es besteht LKW-Fahrverbot (Fahrzeuge über 7,5 Tonnen). Bei Schneefall bleibt die Fahrbahn einspurig.

Am 6., 20., 22. und 27. Februar kann man den Brenner, wenn es nicht schneit, auf zwei Spuren passieren, jedoch besteht kein LKW-Verbot - aber es gelten die Wochenend-, Feiertags- und Nachtfahrverbote. Bei Schneefall bleibt die Fahrbahn einspurig.

Hinweis: Diese Daten wurden dem „A13 Luegbrücke Fahrkalender 2026“ entnommen - Änderungen vorbehalten.

Empfohlene Reisezeiten

Der ADAC rät, wer Richtung Südtirol oder Italien unterwegs ist, sollte möglichst frühmorgens starten und/oder auf Wochentage ausweichen, an denen weniger Verkehr herrscht.

Weitere staugefährdete Strecken

Auch weitere Autobahnen in den Alpenländern sind in der Ferienzeit staugefährdet. So erwartet der ADAC am Wochenende des 7. und 8. Februar in den Vormittags- und Nachmittagsstunden den stärksten Verkehr.

  • Österreich: West- und Inntalautobahn, Fernpass-Route, Arlbergschnellstraße sowie Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen
  • Schweiz: Gotthard-Route und San-Bernardino-Route, Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz; auch die Routen Bern – Zürich – St. Margarethen und Basel – Zürich – Chur
  • Italien: Brennerroute sowie Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal sowie in den Vinschgau

Im Stau gut vorbereitet

Sollte man trotzdem in einen Stau geraten, ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein: ausreichend Proviant und Getränke, warme Kleidung und Decken sowie genügend Sprit im Tank.

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