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Fridays for Future: Demo für Verkehrswende in Dresden

Streik Zusammen mit ÖNVP-Mitarbeitern und Verdi auf der Straße

Dresden. 

Dresden Anlässlich der bundesweiten Tarifverhandlungen besteht eine Allianz zwischen Fridays for Future und den Beschäftigten des ÖPNV und ihrer Gewerkschaft Verdi. Auch heute veranstaltet Fridays for Future Ostdeutschland (Zusammenschluss der Ortsgruppen u.a. Dresden, Magdeburg, Erfurt, Halle, Wurzen, Grimma, Zittau, Plauen, Leipzig) mit den Beschäftigten des ÖPNV und Verdi eine Demo mit Kundgebung in Dresden. Mit dieser Aktion wird die ostdeutschlandweite Vernetzung innerhalb von FFF hinsichtlich der Thematik Verkehrswende vorangetrieben. Außerdem wird die Landespolitik adressiert und aufgefordert in Ostdeutschland für einen fairen und gut ausgebauten ÖPNV zu sorgen. Neben der Pressekonferenz mit der Gesellschaft Verdi und dem ökologischen Verkehrsclub (VCD) in Berlin und der Aktion in Dresden finden beispielsweise auch Aktionen in Hannover und Bremen statt.

Für soziale Gerechtigkeit muss ÖNVP in den Fokus rücken

"Für die Erreichung des 1,5 Grad Ziels brauchen wir eine sofortige sozial-gerechte Mobilitätswende, die den ÖPNV in den Fokus stellt. Jetzt müssen durch massive Investitionen in den ÖPNV die Bedingungen dafür geschaffen werden. Besonders im Vordergrund müssen dabei die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten stehen - sie verdienen als grüne und systemrelevante Jobs der Zukunft Anerkennung. Die gewaltige Herausforderung die Klimakrise zu stoppen, schaffen wir nur wenn wir alle Menschen mitnehmen und sowohl soziale als auch ökologische Ungerechtigkeiten hinter uns lassen." sagt Till Saremba, Aktivist von Fridays for Future.

Beschäftigte stehen an Belastungsgrenze

Der Verkehrssektor verzeichnet alleinstehend einen stetigen Zuwachs von Emissionen. Den größten Teil mit 75% der Emissionen nimmt der PKW für sich ein. Eine Schlüsselrolle in der Verkehrswende spielt daher der ÖPNV, der lediglich für 3% der Emissionen verantwortlich ist. Christine Behle, stellvertretende Verdi-Vorsitzende ergänzt dazu: "Der ÖPNV kann seine Schlüsselrolle zur Erreichung der Klimaziele nicht erfüllen, solange die kommunale Kassenlage das Angebot bestimmt. 20 Jahre Sparkurs haben dazu geführt, dass die Beschäftigten am Rand der Belastungsgrenze stehen. Soll der ÖPNV eine Zukunft haben, muss endlich ausreichend ins Personal investiert werden. Die Verkehrswende kann darüber hinaus nur mit konsequentem Ausbau gelingen. Klimaschutz ist eine globale Herausforderung, die Verantwortung dafür kann nicht auf der kommunalen Ebene abgeladen werden. Bund und Länder müssen endlich Verantwortung übernehmen. Dafür brauchen wir nach mehreren Autogipfeln jetzt einen ÖPNV-Gipfel."

Treffpunkt für die Demo ist um 15.30 Uhr am Dresdner Hauptbahnhof. Die Route wird am sächsischen Landtag und am Dresdner Altmarkt vorbeiführen, wo jeweils eine Kundgebung mit Redebeiträgen stattfinden wird. Die Aktionen erfolgen unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen.