FSME-Risikogebiet Sachsen

gesundheit Frühsommer-Meningoenzephalitis

Neben dem Vogtlandkreis, den Landkreisen Bautzen und Zwickau und dem Erzgebirgskreis, wurde nun auch der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vom Robert-Koch-Institut als weiteres FSME-Risikogebiet eingestuft.

Als FSME-Risikogebiete zählen Regionen, in denen für Einwohner oder Besucher ein Erkrankungsrisiko besteht, welches präventive Maßnahmen, also die Schutzimpfung, begründet.

"Wir empfehlen die Impfung gegen FSME für Menschen, die sich aus beruflichen Gründen oder in der Freizeit in Risikogebieten aufhalten. Neben der Vermeidung von Zeckenstichen ist die Schutzimpfung die einzige und sicherste wirksame Prophylaxe. Entsprechende Kleidung und die Verwendung von Schutzmitteln auf der Haut können die Zecken beim Aufenthalt im Freien vertreiben bzw. fernhalten", sagte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Das Erkrankungsrisiko wird anhand der im Vorjahr bekannten Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) errechnet. Auch die Fallzahlen der angrenzenden Kreise wird bei der Risikoberechnung durch das Gesundheitsamt einbezogen.

Prognose zum vergangenem Jahr

In Sachsen wurden im vergangenem Jahr insgesamt zwölf Erkrankungen an FSME gemeldet, davon drei im Vogtlandkreis, zwei im Stadtkreis Dresden und jeweils ein Fall in Görlitz, Bautzen und der Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge.

Sieben der Erkrankten litten nur unter grippalen Krankheitszeichen und Kopfschmerzen, jedoch wiesen fünf Patienten eine neurologische Symptomatik, in den Fällen Entzündung des Gehirns bzw. einer Gehirnhälfte, auf. Eine Behandlung im Krankenhaus war bei neun Patienten notwendig, dabei waren zehn von zwölf Patienten nicht gegen FSME geimpft. Die anderen beiden Erkrankten waren zwar geimpft, jedoch wäre eine Auffrischung dringend notwendig gewesen.

Krankheitsanzeichen können sich also in grippeähnlichen Beschwerden äußern, jedoch kann es in einigen Fällen auch zu schweren Krankheitsverläufen kommen. Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute, Lähmungen und komatöse Zustände können nach der Infektion mit FSME auftreten. Bisher ist es nur möglich Krankheitsymptome zu behandeln, daher sind die Schäden irreparabel.

Impfung zwingend zu empfehlen

Es ist unwahrscheinlich, dass weitere Risikogebiete innerhalb Sachsens in naher Zukunft ausgewiesen werden. Die Ansteckungsgefahr für die von Zecken übertragenen FSME, ist in Süddeutschland am größten, dennoch gibt es in ganz Deutschland Zecken. Eine Schutzimpfung ist daher unabdinglich.