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Corona-News

Fünfte Tarifverhandlung im Groß- und Außenhandel steht an

arbeitsrecht Gewerkschaft absolut unzufrieden mit bisherigem Angebot

Dresden. 

Dresden. Die Tarifverhandlungen über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die rund 40.000 Beschäftigten des sächsischen Groß- und Außenhandels und genossenschaftlichen Großhandels gehen am Freitag in die fünfte Runde. Zur letzten Verhandlung am 29. September unterbreiteten die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot. Die angebotene Höhe glich nicht einmal die Inflationsrate aus und bedeutete somit Reallohnverlust. Zum geforderten Sachsenzuschlag gab es nur vage Vorschläge, eine Höhe wurde nicht definiert.

"Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt der Sachsenzuschlag"

Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago fordert die Arbeitgeber auf, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen: "Nachdem in fast allen Tarifgebieten im Groß- und Außenhandel Abschlüsse erzielt wurden, ist es an der Zeit auch in Sachsen den Sack zu zumachen. Die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben warten schon über sechs Monate auf eine Tariferhöhung, eine so lange Tarifrunde gab es noch nie. Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt der Sachsenzuschlag. Seit 2013 fordern wir eine Angleichung an andere Tarifgebiete, so verdiente zum Beispiel ein Kommissionierer 2013 in der Lohngruppe L 3 in Brandenburg 2.014 € und in Sachsen 1.863 €. In 2021 in der Lohngruppe L 3 in Brandenburg 2.437 € und in Sachsen 2.252 €. Der nicht mehr hinnehmbare Unterschied wuchs durch die prozentualen Erhöhungen um 34 € an, deshalb werden wir in diesem Jahr keinen Tarifabschluss ohne einen Sachsenzuschlag tätigen."

Es ist kein Ende abzusehen

"Den Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben ist dieses Thema sehr, sehr wichtig und für sie zutiefst ungerecht und gehört verändert, deshalb ist die Streikbewegung im Großhandel in Sachsen in diesem Jahr so gewaltig. Es ist auch kein Ende abzusehen, wenn am Freitag kein akzeptables Angebot mit einem Sachsenzuschlag angeboten wird, dann steht Weihnachten vor der Tür und die Beschäftigten auch", so Jörg Lauenroth-Mago. Die Verhandlungen finden am 5. November 2021 um 11 Uhr im Dorint-Hotel, Grunaer Straße 14 in 01069 Dresden statt.

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