Der erste Spieltag der Fußball-Regionalliga Nordost beginnt zwar erst am kommenden Wochenende. Doch den Saisonstart vollzogen der Chemnitzer FC, der FSV Zwickau und der FC Erzgebirge Aue bereits am Dienstag.
Als Bühne diente dabei aber kein Stadion, sondern das Eventzentrum "Kraftverkehr" Chemnitz. Die "Freie Presse" hatte Vertreter aller drei Teams zu einer gemeinsamen Veranstaltung eingeladen. Das Konzept der Organisatoren wurde angenommen. Kaum ein Stuhl blieb leer, die knapp zwei Stunden waren interessant, unterhaltsam und kurzweilig.
Ist Altglienicke der Top-Favorit ?
Die drei Cheftrainer sprachen unter anderem davon, wie die Vorbereitung absolviert, Abgänge verkraftet und Zugänge integriert wurden. Klare Prognosen für die Saison hörten die Besucher allerdings kaum. Ist die VSG Altglienicke, die personell enorm aufgerüstet hat, der erste Anwärter auf die Meisterschaft ? "Wenn ich ein Haus baue, kümmere ich mich erst einmal darum, meine Grundlagen zu errichten, bevor ich zum Nachbarn über den Zaun schaue", machte zum Beispiel der Auer Trainer Khvicha Shubitidze klar, sich auf das eigene Team zu konzentrieren.
Stressiger Auftakt
Benjamin Duda merkte an, dass der Kader seiner Mannschaft gegenüber der Vorsaison an Erfahrung gewonnen habe. "Wir haben uns verbessert", lautete die Aussage des Chemnitzer Chefcoachs.
Zunächst liege der Fokus auf dem Auftaktspiel bei Hertha BSC II. Dann würde es für sein Team ab dem 3. Spieltag mächtig dick kommen. Zwickau, Halle, Aue , Lok Leipzig und Jena sind dann hintereinander die Gegner. "Ich will aber nicht jammern. Vielmehr bin ich stolz, hier im Osten beim CFC arbeiten zu dürfen", betonte der 38-Jährige. Alle waren sich klar, dass es keine leichten Aufgaben in der Liga gebe. Wer Meister werden möchte, muss auch in Luckenwalde bestehen.
Weitere Aktionen geplant
Ein wichtiges Thema war an diesem Abend auch die Regionalligareform, die unter dem Motto "Meister müssen aufsteigen" nunmehr schon fast 80 Vereine aus ganz Deutschland als Mitglied zählt. Mitinitiator Tommy Haeder betonte, dass es nach wie vor ein sehr schwerer Kampf sei, zum Ziel zu kommen. "Es wird weitere Aktionen geben. Das spüren die Fans schon am ersten Spieltag. Nach dem Anpfiff soll der Ball demonstrativ eine Minute ruhen", kündigte der Geschäftsführer des CFC an.
Bezirksmeisterschaft wird ausgespielt
Rico Schmitt brachte einen Vorschlag ein. "In unserer Staffel geht es doch gleich um mehrere Titel. Aue , Chemnitz und wir könnten doch die Bezirksmeisterschaft ausspielen", meinte der Zwickauer Chefcoach augenzwinkernd. Mit den Leipziger Teams ginge es dann um die Sachsenmeisterschaft. Zudem sei ein Mitteldeutscher Titelkampf mit Halle, Jena und Magdeburg II möglich. Immer
hin wurde die Bezirksmeisterschaft in der Runde festgezurrt. Dem Sieger winken am Saisonende 500 Liter Freibier.
Moderator ist begeistert
Zum Moderatorenteam gehörte eine bekannte Rundfunkstimme. Die Gastgeber hatten für den Abend Alexander Schubert vom MDR verpflichtet. "Ich fand es toll, dass die Fans wegen ihrer drei Herzensvereine gekommen sind, zuhörten und am Ende interessante Fragen gestellt haben. Eine Veranstaltung dieses Formats und dieser Größe habe ich noch nie moderiert. Es war beachtlich, wie die Fans und Verantwortlichen dieser Vereine miteinander umgegangen sind", sagte Schubert.
Er wird am Samstag den Auftakt zwischen dem FC Erzgebirge Aue und der VSG Altglienicke als Reporter im Stadion verfolgen. Am 8. August sitzt der Sportexperte wieder zwischen 13 und 18 Uhr bei der Sendung "Fair Play" im Sachsen - Radio hinter dem Mikrofon.
Am Wochenende geht es los
Für die Regionalvertreter wird es ab Samstag in der Liga ernst. "Blick.de" wünscht dem Trio einen guten Start, einen erfolgreichen Verlauf, tolle Stimmung in den Stadien und möglichst wenige Verletzungen.
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