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Geschichtscamp: 30 Jahre Wiedervereinigung

Lernen Lehrveranstaltung findet digital statt

Zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung findet ein Geschichtscamp für Schülerinnen und Schüler in Sachsen statt. Aufgrund der Corona-Pandemie findet das Geschichtscamp in diesem Jahr an den einzelnen Schulen statt und startet dann digital durch. Im Mittelpunkt stehen Themen wie "Ausländerfeindlichkeit in der DDR", "Die Todesstrafe in der DDR" oder "Opposition in der DDR".

"Politische Bildung und die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit des 20. Jahrhunderts ist ein wichtiges Fundament unserer Demokratie. Die Geschichte zeigt den Schülern, dass ihr Leben in Freiheit nicht selbstverständlich ist", so Kultusminister Christian Piwarz. "Für Schüler ist die Teilung, DDR und Wiedervereinigung bereits graue verstaubte Vergangenheit. Allein mit Informationen aus dem Schulbuch und Fakten vom Zeitstrahl locken wir die Kids nicht hinterem Tablet vor. Ganz wichtig sind hier Zeitzeugengespräche. Durch sie wird die Geschichte lebendig, emotional und greifbar - ein wichtiger Motor fürs Lernen", so Piwarz, der sich bei allen Beteiligten bedankte, die zur Durchführung des Geschichtscamps in dieser besonderen Form beigetragen haben. "Der Ausfall war keine Option, dafür ist die Botschaft und das Ziel des Geschichtscamps zu wichtig", machte Piwarz deutlich.

Aufgezeichnete Zeitzeugengespräche und Podcasts

Die Kinder können eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit starten. Mit dabei sind der Historiker Ilko-Sachs Kowalczuk zum Thema "Übernahme? - Wie Ostdeutschland Teil der Bundesrepublik wurde" und der Stasiforscher und Geheimdienstexperte Prof. Dr. Helmut Müller-Engbers mit dem Podcast "Kinderspionage und Lieblingsdecknamen". Mittels aufgezeichneter Zeutzeugengesprächen und einer Videobotschaft des Kultusministers Christian Piwarz kann die spannende Zeitreise starten.

Förderung eines weiteren Zusammenwachsens

"Ein digitales Geschichtscamp ist auch eine Chance, mehr Schüler zu erreichen, weil wir durch das digitale Angebot ihre Lebenswirklichkeit mit der Vergangenheit verknüpfen. Das Interesse wird so viel schneller bei den Jugendlichen geweckt und auch die Reichweite wird durch den vereinfachten Zugang sowie möglichen Likes und Teilungen in den sozialen Medien viel größer sein", so Kultusminister Christian Piwarz. Er machte aber auch deutlich, dass gerade ein richtiges Treffen und der Austausch zwischen Schülern aus Sachsen und anderen Bundesländern nach wie vor im Mittelpunkt stehen muss. Nur so kann das weitere Zusammenwachsen gefördert werden. Daher wird das 9. Sächsische Geschichtscamp in seiner Originalversion im nächsten Jahr hoffentlich wieder von Angesicht zu Angesicht stattfinden.