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Grausame Beziehungstat: 37-Jährige erliegt nach Angriff ihren Verletzungen

Blaulicht Gewaltverbrechen im Leipziger Auwald

 

Leipzig. Im Ergebnis intensiver Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei konnte am späten Donnerstagnachmittag, 9. April ein 30-jähriger Mann auf der Grundlage eines durch die Staatsanwaltschaft Leipzig bereits zuvor wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung erwirkten Haftbefehls durch Polizeibeamte in Leipzig festgenommen worden.

 

 

Haftbefehl eröffnet und Haft angeordnet

Dem Beschuldigten liegt zur Last, am Mittwochvormittag, den 8. April,, seiner früheren Lebensgefährtin (37) im Rahmen eines gewaltsamen Angriffs im Bereich der "Neuen Linie" im Leipziger Auwald schwerste Kopfverletzungen zugefügt zu haben, wobei er bei seiner Tat den Tod seines Opfers zumindest billigend in Kauf genommen haben soll.

 

Der zuständige Bereitschaftrichter am Amtsgericht Leipzig hat noch am Donnerstagabend dem Beschuldigten den Haftbefehl eröffnet und gegen den Beschuldigten den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

 

Der Beschuldigte ist in Afghanistan geboren und besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. Bei dem Opfer handelt es sich um eine deutsche Staatsangehörige.

 

Weitere Auskünfte insbesondere zum mutmaßlichen Tatablauf und zu möglichen Hintergründen für die Tat sind mit Blick auf die laufenden Ermittlungen derzeit nicht möglich.

 

Angaben zum Zustand des Opfers werden derzeit nicht gemacht. Im Hinblick auf die insoweit vorrangigen schutzwürdigen Interessen der Angehörigen wird um Verständnis gebeten. Eine Mitteilung hierzu wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

 

Update, 15:30 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat nach Veröffentlichung der Medieninformation über die Festnahme eines dringend tatverdächtigen Beschuldigten zu dem Gewaltverbrechen vom 8. April 2020 im Leipziger Auwald an einer 37-jährigen Frau nunmehr durch das behandelnde Krankenhaus die Mitteilung erhalten, dass die durch die Tat schwer am Kopf verletzte Frau am heutigen Tag, 10. April, trotz der noch am Tattag eingeleiteten intensivmedizinischen Behandlung im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen ist.

 

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei gegen den 30-jährigen Beschuldigten und mutmaßlichen Täter werden nunmehr wegen des dringenden Tatverdachts des (vollendeten) Mordes fortgeführt. Wie bereits im bestehenden Haftbefehl durch das Amtsgericht ausgeführt, gehen die Ermittlungsbehörden vorbehaltlich weiterer Ermittlungen davon aus, das der mutmaßliche Täter mit der Tat zumindest das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt hat.

 

 

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