Großeinsatz an Schule in Sachsen: Minderjähriger unter Tatverdacht

Auf einer Toilette wurde eine unbekannte Flüssigkeit versprüht

Bad Düben

An einer Oberschule in Bad Düben kam es am Mittwochvormittag zu einem Großeinsatz der Feuerwehr.

Unbekannte Flüssigkeit

In einer Toilette sei eine unbekannte Flüssigkeit versprüht worden, woraufhin mehrere Personen über Atemwegsprobleme klagten. Die Schule wurde evakuiert.

Großaufgebot der Rettungskräfte

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sind im Großeinsatz, unterstützt von der ABC-Einheit und der Dekontaminationseinheit der Feuerwehr.

Untersuchung der Kinder

Auch die Schnelle Einsatzgruppe des DRK ist vor Ort. Die betroffenen Kinder werden untersucht und in der Turnhalle betreut. Einsatzmaßnahmen laufen weiterhin. Insgesamt sind 21 Kinder, ein Lehrer und der Hausmeister betroffen. Sie wurden zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. 

Weitere Ermittlungen: 29. Januar, 13.40 Uhr

Die Ermittlungen dauern derzeit an. Die versprühte Flüssigkeit ist noch immer unbekannt.

Minderjähriger Schüler unter Verdacht

Nach Angaben der Bürgermeisterin ist nach bisherigen Erkenntnissen davon auszugehen, dass ein minderjähriger Schüler die Flüssigkeit verteilt hat. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Die Schule und die Turnhalle wurden noch am Mittwoch von einer Fachfirma gereinigt. Am Donnerstag soll wieder regulärer Unterricht an der Oberschule stattfinden.

Update der Polizei

Am Mittwochvormittag wurde in einer Schule ein Reizstoff aus einer Dose versprüht, weswegen mehrere Personen medizinisch behandelt wurden. Kurz nach 10 Uhr wurde der Polizeidirektion Leipzig über Notruf mitgeteilt, dass eine unbekannte Flüssigkeit auf einer Toilette versprüht worden war und mehrere Schüler über Atemwegsreizungen klagten. Es erfolgte ein größerer Einsatz der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und der Polizei. Die Schulleitung evakuierte selbstständig die Schule und die Schüler wurden vorrübergehend in der Turnhalle untergebracht. Die Schule konnte bis auf die betroffene Toilette gegen 13.30 Uhr wieder freigegeben werden. Es mussten rund 20 Personen medizinisch betreut werden. Bis auf eine Person wurden alle zur weiteren medizinischen Abklärung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Im Rahmen der Ermittlungen wurde bekannt, dass ein 16-jähriger Schüler als Tatverdächtiger in Betracht kommt. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Die Polizei befragte Zeuginnen und Zeugen und sicherte Spuren vor Ort.

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