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Helios lehnt Verhandlungen über tarifliche Corona-Prämie ab

Pandemie Gewerkschaft ver.di fordert besondere Leistungen für Beschäftigte an Leipziger Klinikstandorten

Leipzig. 

Leipzig. Helios hat Tarifverhandlungen über eine Corona-Prämie an seinen Leipziger Klinikstandorten abgelehnt. Die Gewerkschaft ver.di hatte den Krankenhauskonzern am 18. Februar aufgefordert, die besonderen Leistungen und Belastungen der Beschäftigten während der Pandemie mit einer Einmalzahlung zu honorieren. Das Unternehmen er-klärte daraufhin, es sehe sich "nicht in der Lage", darüber zu verhandeln. "Wir wollten eine finanzielle Anerkennung für die Beschäftigten im Herzzentrum und Park-Klinikum Leipzig vereinbaren. Die Beschäftigten arbeiten seit Monaten am Limit und teilweise auch darüber hinaus", erläuterte der zuständige Gewerkschaftssekretär Andreas Menzel. "Alle großen Kliniken in Leipzig und Umgebung honorieren die Leistungen ihrer Beschäftigten mit einer solchen Sonderzahlung. Doch ausgerechnet der finanzstarke Helios-Konzern macht dies nicht."

Für die Beschäftigten ein Schlag ins Gesicht

Bernd Becker, der bei ver.di in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen für das Gesundheitswesen zuständig ist, verwies auf die erneut positive Bilanz der Helios-Kliniken im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr. "Helios Deutschland hat den Gewinn vor Zinsen und Steuern trotz der Corona-Pandemie 2020 nochmal gesteigert, auf über 600 Millionen Euro", berichtete Becker. Laut Pressemitteilung plant der Vorstand des Mutterkonzerns Fresenius zum 28. Mal in Folge eine Dividendenerhöhung für die Aktionäre. "Erwirtschaftet haben das die Beschäftigten in den Kliniken. Profitieren sollen aber offenbar andere. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Kolleginnen und Kollegen, die unter schwierigen Umständen jeden Tag alles geben, um eine gute Versorgung aufrecht zu erhalten." Für die Beschäftigten der Helios-Kliniken am Standort Leipzig bleibe es bei den warmen Worten des Pflegdienstleiters, die dieser gegenüber dem MDR geäußert hat. "Das ist sehr enttäuschend für die Kolleginnen und Kollegen und wirkt wie eine Klatsche nach dem Klatschen", so Becker abschließend.



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