Hochwasser-Frühwarnsystem in Sachsen in Betrieb genommen

Innovation System benachrichtigt Behörden und Kommunen automatisch

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Hochwasser in Chemnitz Erfenschlag. Foto: Andreas Seidel/Archiv

Schäden in Milliardenhöhe lautete die Bilanz des letzten Hochwassers im Juni 2013. Ein neues Frühwarnsystem soll nun durch rechtzeitige Warnungen Zeit schaffen, um Menschen oder Sachwerte in Sicherheit zu bringen.

"Neben technischem Hochwasserschutz sind die Vorhersage- und Warnsysteme unseres Landeshochwasserzentrums ein elementarer Bestandteil der Vorsorge in Sachsen", sagt Umweltstaatssekretär Frank Pfeil, der am Mittwoch das neue Frühwarnsystem in Betrieb genommen hat.

"Nach der Flutkatastrophe von 2002 hat Sachsen sein Warnsystem in mehreren Schritten immer wieder verbessert", betonte der Staatssekretär. Grundlage für die Warnungen sind mehr als einhundert Hochwassermeldepegel. Mit dieser Zahl habe Sachsen, bezogen auf seine Fläche, im Bundesvergleich die höchste Dichte an Hochwassermeldepegeln. Bei Überschreiten festgelegter Werte werden die zuständigen staatlichen Behörden, Kommunen sowie weitere Empfänger automatisch benachrichtigt.

Zunahme von lokalem Starkregen

"Klimaexperten warnen weltweit jedoch auch vor einer Zunahme von lokalen Starkregenereignissen, für die ein auf Pegel bezogenes System nicht immer ausreichend schnell ist", so Pfeil.

Um möglichst früh vor solchen Ereignissen warnen zu können, wurde das bestehende System um eine Funktion erweitert, die frühzeitig vor kleinräumigen, durch Starkregen ausgelösten Hochwasserereignissen warnt. Die Prognosen des neu entwickelten Systems, das künftig Frühwarnungen an 16 Teilgebiete Sachsens herausgibt, werden regelmäßig alle drei Stunden aktualisiert.