Hochwasserwarnung für das Flussgebiet der Lausitzer Neiße

Wetter Starke Niederschläge sorgen für den Anstieg der Pegel

Region. 

Region. Aufgrund von starken Niederschlägen von über 200 Litern pro Quadratmeter in den vergangenen 48 Stunden, kam es im tschechischen und polnischen Teil des Einzugsgebietes in der Lausitzer Neiße sowie der Smědá (Witka) bereits zu starken Anstiegen der Wasserführung bis hinein in den Warnbereich. An den sächsischen Hochwassermeldepegeln kommt es in der Folge ebenso zu deutlichen Anstiegen. Aus diesem Grund hat das Landeshochwasserzentrum für das Flussgebiet der Lausitzer Neiße eine Hochwasserwarnung ausgesprochen.

Keine Überschreitung der ersten Alarmstufe in Zittau

Der Hochwasserscheitel der Oberen Lausitzer Neiße passiert gegen 15 Uhr den Hochwassermeldepegel Zittau 1/Lausitzer Neiße, bei einer derzeit stagnierenden Wasserführung leicht unterhalb des Richtwertes der Alarmstufe 1. Diese liegt für diesen Pegel bei 200 Zentimetern. Für den Pegel Zittau 1 wird nicht von einer Überschreitung des ersten Alarmstufen-Richtwertes im Verlauf der nächsten Zeit ausgegangen.

Scheiteldurchgang am Sonntag erwartet

Am Hochwassermeldepegel Görlitz/Lausitzer Neiße wird es heute in den nächsten Stunden zur Überschreitung des Richtwertes der Alarmstufe 1 kommen, der bei 320 Zentimetern liegt. Grund dafür sind auch die starken Zuflüsse aus der Witka. Aktuell liegt der Zufluss zum Speicher Niedów am Pegel Ostrožno bei 126 Kubikmeter pro Sekunde, die Abgabe am Pegel Ręczyn bei 113 Kubikmeter pro Sekunde. Zusammen mit der Hochwasserwelle aus der Oberen Lausitzer Neiße wird für den Pegel Görlitz der Scheiteldurchgang in der Lausitzer Neiße für den morgigen Sonntag prognostiziert. Es wird davon ausgegangen, dass der Richtwert der Alarmstufe 2 dabei überschritten wird, von einem Erreichen des Richtwertes der Alarmstufe 3 wird für den Pegel Görlitz nicht ausgegangen.

Überschreitung der Alarmstufe 1?

Am Hochwassermeldepegel Podrosche 3/Lausitzer Neiße ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht mit hinreichender Zuverlässigkeit zu prognostizieren, ob der Richtwert der Alarmstufe 1, der hier bei 300 Zentimetern liegt, im weiteren Verlauf erreicht, beziehungsweise überschritten wird. Von einem Erreichen des Richtwertes der Alarmstufe 2 wird für den Pegel Podrosche 3 nicht ausgegangen.