Hohndorfer Eventmanufaktur Auerswald lud zur SuperEnduro-WM nach Riesa

Sport Tolles Motorsport-Fest von Erzgebirgern für Erzgebirger

Riesa. 

Riesa. Zum sechsten Mal veranstaltete die Eventmanufaktur Auerswald aus Hohndorf bei Stollberg am ersten Samstag des neuen Jahres in Riesa einen Lauf zur SuperEnduro-Weltmeisterschaft. Mit 5.000 Zuschauern war die SACHSENarena wieder bis auf den letzten Platz gefüllt, sodass die an der Spitze des Organisationsteams stehenden Brüder Daniel und Tobias Auerswald am Abend ein durchweg positives Fazit zogen. Quasi unison sagten sie: "Wir bedanken uns als erstes bei den wieder zahlreichen Fans, die uns seit 2015 die Treue halten und durch die dieses Event erst möglich wird. Gleichzeitig bedanken wir uns aber auch bei unserem sportlichen Ausrichter, dem MSV Riesa, unserem Rennleiter Heiner Schmidt, allen Helfern, Sponsoren und Partnern. Auch unser sächsischer Ministerpräsident Michael Kretschmer kam wieder zu uns, diesmal eher als Privatperson und Gast, worüber wir uns natürlich sehr gefreut haben."

Multi-Weltmeister wiederholt Sieg von 2015

 

Neben tollen Showeinlagen stand natürlich der Sport im Mittelpunkt, und dieser war wieder vom Feinsten. Nach drei packenden, teils dramatischen Rennen der Top-Klasse Prestige stand der sechsfache Weltmeister Taddy Blazusiak auf dem obersten Treppchen. Der inzwischen 36-jährige Pole hatte bereits bei der Riesaer Premierenveranstaltung im Jahr 2015 gewonnen und wiederholte diesen Triumph nun mit drei klaren Heat-Siegen souverän. Damit übernahm er auch die Führung im WM-Klassement vom Briten Billy Bolt, der beim Saisonauftakt in Blazusiaks Heimat Krakau Anfang Dezember 2019 siegreich war. Beim zweiten Saisonrennen - es folgen noch die Rennen im spanischen A Coruna, in Budapest sowie Lodz - musste er sich Gesamtrang zwei vor seinem Landsmann Jonny Walker begnügen.

Mit dem Badener Kevin Gallas und Tim Apolle aus Sachsen-Anhalt waren in der Prestige-Klasse auch zwei Deutsche am Start, die am Ende dir Plätze sieben und neun belegten.

 

Deutscher auf dem Podest

Besser lief es aus deutscher Sicht in der Junioren-Klasse. Hier durfte der Niedersachse Leon Hentschel als Zweiter hinter dem US-Amerikaner Ty Cullins aufs Podest. Zudem wurde der mit 16 Jahren jüngste Fahrer im Feld, der Norddeutsche Milan Schmüser, respektabler Zwölfter.

Lokalmatadore mit guten Leistungen

 

Wie immer reisten auch wieder viele Westsachsen bzw. Erzgebirgler in die Sportstadt an der Elbe und verfolgten die dritte am Start befindliche Klasse Europe mit besonderem Interesse, denn in dieser mischten der 32-jährige Marcel Teucher aus Thermalbad Wiesenbad OT Wiesa, der erst 18-jährige Pockauer Louis Richter und der ein Jahr ältere Scharfensteiner Florian Görner mit. Letzterer verpasste unter 44 Startern die Qualifikation für die beiden Wertungsläufe als Dritter seines Last-Chance-Heats denkbar knapp, denn dazu hätte er mindestens Zweiter werden müssen. Besonders ärgerlich war, dass er im gleich Lauf ran musste, wie sein Stallgefährte im Team Sturm Zschopau, der nach einer langwierigen Verletzung gerade erst wiedergenesene Louis Richter. Dieser landete in jenem Hoffnungslauf schließlich auf dem ominösen zweiten Platz und war damit im Hauptprogramm. Marcel Teucher hatte sich für dieses hingegen direkt qualifiziert und beendete den Abend nach einem zwölften und einem achten Platz schließlich als Gesamtzehnter. Louis Richter belegte die Plätze acht und 13 und landete damit in der Tageswertung auf Rang elf.

Nach einer wieder rundum gelungenen Veranstaltung frohlockte bzw. "drohte" Daniel Auerswald: "Im nächsten Jahr rocken wir die Halle erneut". Dies wird dann am 9. Januar 2021 der Fall sein.