Hund in Ostsachsen durch Wolf getötet?

Blaulicht Kadaver wird nun für Klarheit in Berlin untersucht

Weißkeißel. 

Weißkeißel. Ein Hund wurde im Landkreis Görlitz, nahe der Gemeinde Weißkeisel, wahrscheinlich von einem Wolf getötet. Dies geschah nachts auf einem Feld hinter des Grundstücks des Besitzers. Das teilte die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG). "Die Begutachtung der Situation vor Ort weist darauf hin, dass der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann", heißt es vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Der Kadaver des Tieres wird nun am Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersucht. Dort werden auch tote Wölfe untersucht.

"Am getöteten Hund wurden Genetikproben genommen. Über die Untersuchung des Kadavers und der Genetikproben sollen weitere Aufschlüsse erbracht werden, ob der Wolf als Täter bestätigt werden kann und ob er möglicherweise bereits genetisch bekannt ist. Ebenso sind vor Ort automatische Wildkameras aufgestellt worden, für den Fall, dass das Tier nochmals zurückkehrt", so das LUPUS. Die Besitzer des toten Hundes erklärten, dass sie ein Tier, welches wolfsähnlich aussah, am Tatort gesehen hätten.

Wolfssichtungen in diesem Bereich sollten umgehend an die Fachstelle Wolf oder an das LUPUS Institut gemeldet werden. Besitzern von Hunden und Katzen im Bereich der Gemeinde Weißkeißel wird bis auf weiteres empfohlen, ihre Tiere unter Aufsicht zu halten. Seit gestern besteht eine kostenlose Hotline für die Meldung von Nutztierrissen, gefahrgeneigten Situationen sowie toten und verletzten Wölfen: 0800 555 0 666.