"Ich kann kochen!": Initiative zur Gesunden Ernährung von Kindern

Gesundheit Barbara Klepsch besuchte die "Ich kann kochen!"-Gruppe in Dresden

In der Vorweihnachtszeit Schülerinnen und Schüler für bewussten Genuss und frisches Kochen begeistern? Die Initiative für praktischen Ernährungsbildung "Ich kann kochen!" von Sarah Wiener Stiftung und BARMER macht es möglich.

Die "Ich kann kochen!"-Gruppe der 8. Grundschule in der Dresdner Konkordienstraße ließ sich bei der Zubereitung einer besonderen Nachspeise zum Nikolaustag von Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch über die Schulter schauen. Die Grundschule ist eine von über 850 Einrichtungen in Sachsen, die an der bundesweiten Initiative für praktische Ernährungsbildung an Kitas und Grundschulen teilnimmt. Ihre Erzieherin hatte sich - wie bundesweit mehr als 18.500 pädagogische Fach- und Lehrkräfte - in einer eintägigen kostenfreien Fortbildung im pädagogischen Kochen mit Kindern zur Genussbotschafterin qualifiziert. Bei den Fortbildungen von "Ich kann kochen!" stehen die Teilnehmer selbst am Herd, lernen Grundlagen zum Essverhalten von Kindern und erweitern ihr Ernährungswissen.

Ernährungskompetenz möglichst früh vermitteln

"Eine frische und ausgewogene Ernährung ist wichtig, damit Kinder gesund aufwachsen können. Dafür brauchen sie das Wissen über Lebensmittel und wie man sie zubereitet, was vielen Kindern heute leider fehlt. Ich kann kochen! setzt genau dort an: Mit viel Spaß lernen die Kinder beim gemeinsamen Kochen, wie man sich gesund ernährt", erklärte Ministerin Barbara Klepsch. "Ich möchte zudem ausdrücklich das Engagement unserer pädagogischen Fachkräfte würdigen! Denn es braucht beides: gut gemachte Fortbildungsangebote und engagierte Fachkräfte, die diese wahrnehmen und ihr Wissen dann in den Alltag einfließen lassen. Deshalb bin ich auch sehr gern die Sächsische Botschafterin von Ich kann kochen!" geworden", betonte die Ministerin.

Im Rahmen der Initiative wurden bereits über 1.700 pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus mehr als 850 Kitas, Grundschulen, Horten und außerschulischen Lernorten in Sachsen zu Genussbotschaftern fortgebildet, um mit den Kindern in ihren Einrichtungen pädagogisch zu kochen. Über 12,5 Prozent aller sächsischen Einrichtungen mit Kindern bis zum zehnten Lebensjahr profitieren damit bereits von Ich kann kochen!.

"Wir wissen, dass Kindern Ernährungskompetenz möglichst früh vermittelt werden sollte. Denn früh erlernte Essgewohnheiten werden in der Regel ein Leben lang beibehalten. Je mehr Kinder wir durch Präventionsprojekte frühzeitig für abwechslungsreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung sensibilisieren, desto besser können wir sie vor Übergewicht und Folgeerkrankungen schützen", sagte Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der BARMER.

"Gerade in der Vorweihnachtszeit gibt es viele tolle Möglichkeiten, Kinder in die Küche zu holen und mit ihnen frische Alternativen zu klassischen Naschereien auszuprobieren", betonte Sarah Wiener. ""Selbstbewusste und gesunde Kinder brauchen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Souveränität über den eigenen Körper. Das alles kann das gemeinsame Kochen und Backen ermöglichen! Beim Rühren, Abwiegen, Würzen und Abschmecken können die Kinder eine Beziehung zu ihrem Essen aufbauen und herausfinden, was ihnen schmeckt und guttut."