Illegale Drogen: Zahlen sind alarmierend

Treff Noch mehr Prävention ist notwendig

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Foto: Haertelpress

Oberwiesenthal. Crystal Meth bestimmt seit mehreren Jahren die Schlagzeilen und politischen Debatten, wenn es um die Verbreitung harter Drogen geht. Nicht nur im grenznahen Raum zu Tschechien steigt die Zahl der Konsumenten, denn von Tschechien aus hat die Droge den Markt der Nachbarländer erobert. Billig und einfach zu haben, ist sie zum Alltagsbegleiter vieler Menschen geworden.

Doch woher kommen die Drogen, wer profitiert von der Sucht und wie kann in Sachsen auf die erschreckende Entwicklung reagiert werden? Solchen Fragen widmete sich eine Präventionsveranstaltung - organisiert von der Landtagsabgeordneten Simone Lang in der Eliteschule des Wintersports in Oberwiesenthal. Aktuelle Zahlen und viele Hintergründe lieferten den rund 100 Schülerinnen und Schülern der achten bis zehnten Klasse Sven Kaanen, Chefarzt der Fachkliniken Heidehof in Weinböhla, Kriminalhauptkommissar Karl-Heinz Englert vom Präventionsteam der Polizei in Aue und Simone Lang, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

Prävention ist das Wichtigste

"Die steigenden Zahlen im Bereich der illegalen Drogen, insbesondere bei dem in tschechischen Giftküchen hergestellten Crystal Meth, sind seit Jahren alarmierend. Strafverfolgung ist wichtig, aber noch viel mehr brauchen wir präventive Maßnahmen. Junge Leute müssen rechtzeitig erfahren, welch verheerende, irreparable Folgen der Konsum von Crystal Meth hat. Deshalb bin ich seit zwei Jahren regelmäßig in Schulen entlang der Grenze zu Tschechien unterwegs, um gemeinsam mit Polizei, Ärzten, Psychologen und ehemaligen Drogen-Konsumenten Aufklärungsarbeit zu leisten", so Simone Lang.