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Immobilienpreise im grünen Gürtel Dresdens entwickeln sich stärker

Wer Eigentum erwerben möchte, muss mitunter tief in die Tasche greifen. Betongold gilt als lukrative Geldanlage - besonders in Zeiten niedriger Zinsen und einer großen Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt.

Wer Eigentum erwerben möchte, muss mitunter tief in die Tasche greifen. Betongold gilt als lukrative Geldanlage - besonders in Zeiten niedriger Zinsen und einer großen Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt. Im Gegensatz zu anderen Metropolen haben Dresdens Immobilienkaufpreise nur geringfügig zugelegt. Doch in einigen Stadtvierteln ist Eigentum besonders teuer.

Dresdens Immobilienkaufpreise in den letzten Jahren

In einem Vergleich wurden die Immobilienkaufpreise ausgewählter Großstädte in den Jahren 2019 und 2020 gegenübergestellt. Grundlage hierfür bildeten die auf immowelt.de inserierten Angebote mit besonders hoher Nachfrage. Der Trend ist eindeutig: Mit dem Aufkommen der Corona-Pandemie stieg die Nachfrage nach einem Eigenheim und somit auch der Kaufpreis der Immobilien an. Spitzenreiter sind Hamburg und Frankfurt, wo die Preise um 14 Prozent teurer wurden. Auch Dresden hat einen geringen Anstieg der Preise zu verzeichnen. Hier ist der Hauskauf im Vergleich zum Jahr 2019 rund ein Prozent teurer und liegt bei durchschnittlich 400.000 Euro. Im Vergleich zu anderen Städten ist der Preisanstieg überschaubar.

Die immowelt Price Map zeigt die Entwicklung der Quadratmeterpreise seit 2018. Sie verzeichnet einen signifikanten Anstieg der Preise für Wohnungen in Dresden um rund 39 Prozent im Zeitraum von 2018 bis 2021. Für Häuser stieg der Preis pro Quadratmeter im gleichen Zeitraum um 27 Prozent an. Der aktuelle Durchschnittsquadratmeterpreis für Häuser in Dresden liegt bei 3.127 Euro. Eine Wohnung ist mit 2.591 Euro pro Quadratmeter etwas günstiger.

Grundlage für die Price Map sind die auf immowelt.de inserierten Angebote. Bei der Kalkulation werden Lage, Alter, Ausstattung und Größe der Immobilien sowie weitere sozioökonomische Daten berücksichtigt. Die hinterlegten Daten werden monatlich aktualisiert und bieten dem dahinterstehenden Algorithmus einen umfassenden Datenpool für die Kalkulation der Preise.

In diesen Vierteln ist Wohneigentum besonders teuer

Im Westen Dresdens ist Wohneigentum teurer als im restlichen Stadtgebiet. Ebenso fordert ein Eigenheim in der zentral gelegenen Südvorstadt-Ost ein höheres Budget. Hier müssen Kaufinteressenten für Häuser mit durchschnittlich 5.206 Euro pro Quadratmeter rechnen. Dieses Viertel, das der Dresdener Altstadt zuzurechnen ist, beherbergt neben der Hochschule für Technik und Wirtschaft den Campus der Technischen Universität Dresden. 

Am westlichen Stadtrand Dresdens und etwa sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt der Stadtteil Merbitz. Merbitz bestand im 18. und 19. Jahrhundert aus Bauernhöfen, von denen viele auch heute noch erhalten sind. Wer hier ein eigenes Haus erwerben möchte, zahlt durchschnittlich 4.363 Euro pro Quadratmeter. 

Der Stadtteil Mobschatz grenzt westlich an Merbitz und hat einen dörflich geprägten Charakter. Sein historischer Ortskern ist auch heute noch erhalten und wurde nach der Wende um Mehrfamilienhäuser ergänzt. Der Quadratmeterpreis in Mobschatz liegt durchschnittlich bei 4.241 Euro für Häuser zum Kauf. 

Roitzsch ist ebenfalls im Westen der Stadt gelegen und ähnlich wie Mobschatz dörflich geprägt. Allerdings befindet sich eine Autobahn nur 200 Meter vom Ortskern entfernt, sodass dieser Stadtteil eine gute Verkehrsanbindung zu bieten hat. Der Quadratmeterpreis für Häuser liegt in Roitzsch bei rund 4.089 Euro. 

Noch näher an der Autobahn liegt Zöllmen. Dieser Stadtteil bildet die westliche Grenze Dresdens und punktet mit seinem historischen Ortskern. Südlich des Ortskerns verlaufen mehrere große Verkehrswege, die Zöllmen von einer kleinen Häusergruppe namens "Kümmelschenke" trennen. Wer in Zöllmen häusliches Eigentum erwerben möchte, kann mit 4.159 Euro pro Quadratmeter rechnen.

In Dresden ist der Preisanstieg moderat

Der Immobilienpreis stieg in Dresden vergleichsweise langsam. Dennoch machte sich auch hier die Corona-Pandemie bemerkbar. Besonders kostspielig ist der Immobilienkauf im dörflich geprägten Westen der Stadt. Die charmanten historischen Stadtteile punkten mit einem hohen Wohlfühlfaktor, wodurch die Nachfrage und somit auch die Kosten steigen.