In drei Monaten zum Lehrer

Bildung Sachsen schult Quereinsteiger über die Sommerferien

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Foto: BraunS/Getty Images

Es besteht Lehrermangel in Sachsen. Gründe hat das viele. Zum einen steht ein Generationenwechsel an: es gehen mehr Lehrer in Rente als neue nachkommen. Es gibt insgesamt mehr Schüler in Sachsen und durch den Zustrom an Flüchtlingen seit 2015 ist die Schülerzahl zusätzlich gestiegen.

Um weiterhin den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten, werden seit einiger Zeit Seiteneinsteiger als Lehrer ausgebildet, da erst ab 2019 wieder ausreichend Lehrernachwuchs erwartet werden kann. Diese werden vor dem Einsatz in entsprechenden Fortbildungen auf den Lehrerberuf vorbereitet.

Einsteigerfortbildung startet

Heute starten 167 zukünftige Lehrer in ihre dreimonatige Einstiegsqualifizierung, so das Sächsische Staatsministerium für Kultus. In elf Gruppen, aufgeteilt nach Regionen und Schularten, werden sie von erfahrenen Lehrern praktisch und theoretisch geschult.

Theoretisch Einführung in das Unterrichten, Grundsätze der Unterrichtsplanung oder auch Rechtsgrundlagen und das sächsische Schulsystem stehen auf dem Programm. Wie man Schüler bewertet wird den Quereinsteigern ebenso beigebracht.

Nach den Ferien wird es dann ernst: Die neuen Lehrer steigen schrittweise in den Beruf ein. Zunächst begleiten sie den Unterricht lediglich, später übernehmen sie dann selbstständig Unterrichtssequenzen. Immer werden sie dabei von den anderen Lehrern unterstützt.

Das Lernen geht weiter

Vom Ausbildungsgrad und der Schulart des Seiteneinsteigers hängt die weitere Ausbildung ab. Wer als Grundschullehrer arbeiten möchte, braucht zwingend Grundschuldidaktik im Bereich Deutsch, Mathe und Sachkunde. Dementsprechend muss berufsbegleitend eine Universität besucht werden.

Als Lehrer einer weiterführenden Schule kann die weitere schulpraktische Ausbildung für das entsprechende Fach an einer Ausbildungsstätte des Vorbereitungsdienst absolviert werden.