Insolvenz am Elbufer: Sächsische Dampfschifffahrt in schwierigem Fahrwasser

Krise Schiffe fahren vorerst weiter

Dresden. 

Dresden. Die Sächsische Dampfschifffahrtflotte steht vor großen Herausforderungen. Mehrere Jahre hielten sich ihre Schiffe noch über Wasser. Aber durch die letzten Jahre, die durch Niedrigwasser und viele ausgefallene Fahrten geprägt waren, haben gemeinsam mit schlechtem Wirtschaften große Löcher in die Kassen gerissen. Die Coronakrise setzte dem Unternehmen nun die Negativkrone auf und die Verantwortlichen mussten reagieren und beantragten Insolvenz.

Die elf Schiffe, darunter neun alte Schaufelraddampfer und die sogenannten neuen "August der Starke" und "Gräfin Cosel", der ältesten Dampferflotte der Welt, fahren weiter nach Fahrplan. Die Fahrten nach Pirna, in die Sächsische Schweiz, nach Tschechien, nach Meißen und nach Diesbar-Seußlitz sind nicht wegzudenken. Man könnte sich Dresden ohne diese Flotte nicht vorstellen. Sie gehört einfach zur Stadt dazu und das seit mehr als 100 Jahren. Genau genommen geht die Geschichte und der Beginn der Personendampfschifffahrt auf der Elbe bis ins Jahr 1836 zurück. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass Investoren einsteigen und die Flotte gerettet werden kann und wieder in normales Fahrwasser kommt.

Denn Touristen kommen nicht nur in die Landeshauptstadt um die berühmten Bauwerke und Museen zu besuchen. Viele Menschen verbinden Dresden auch mit ihrer Flotte und einer Fahrt ab Hafen-Dresden, vorbei an der schönen und prunkvollen Stadtsilouette.