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Interessantes und Kurioses über Fische zum "Aktionstag der Fische"

Aktionstag Ein paar Erfahrungen aus eigener Haltung

Anlässlich des "Tages der Fische" am Sonntag, den 22. August, stellen wir interessante Fakten und Kurioses über die aquatisch lebenden Wirbeltiere namens Fische vor. Es sollen überblicksweise interessante und beliebte Aquarienfische dargestellt werden, über die ich selbst durch Jahre lange Haltung im eigenen Becken berichten kann.

Habt ihr gewusst, dass es Fischarten gibt, die teilweise am Land leben und wisst ihr, welcher Fisch das hässlichste Tier des Jahres 2013 ist? Hier erfahrt ihr mehr darüber!

1. Grundelartige - Grundeln und Schlammspringer

Der Schlammspringer ist lediglich für Aquaristik Experten ein empfehlenswertes Exemplar, welches sich gut beobachten lässt und sicher das Herz eines jeden Fischefans auf höheren Touren springen lässt. Besonders seine häufig zu beobachtenden Landgänge machen ihn zu einem Fisch mit Alleinstellungsmerkmal. Die Goldringelgrundel dagegen zeichnet sich durch eher geringere Anforderungen an den Halter aus und erscheint deshalb als herausragende Alternative zu dem eng verwandten Landbewohner. 

1.1. Die Goldringelgrundel - Der "Clownfisch" für's Süßwasser

Die aus Asien stammende Goldringelgrundel, auch Hummelgrundel wegen ihrer besonderen schwarz-gelben Färbung genannt, lebt vor allem am Grunde des Aquariums und bevorzugt Brackwasser. Obacht jedoch vor der falschen Beratung im Zoohandel, der nach Fehlberatung möglicherweise einen einzelnen Fisch herausgibt. Wieso? Weil er nach der herrschenden Meinung ein durchaus gesellschaftlich lebender Fisch ist. 

Kleiner Exkurs: Brackwasser ist See- oder Meerwasser mit einem Salzgehalt von etwa 0,1 bis zu einem Prozent, wie es tatsächlich in der Natur vorkommt. Man sollte also ein kleines Biotop mit gewissem Grad an natürlichem Mischwasser einrichten. 

1.2 Der Schlammspringer - amphibisch und landläufig

Ein weiterer Vertreter dieser Gattung ist der etwas größere Schlammspringer mit seinen großen "Glubschaugen", altgriechisch auch Periophthalmus genannt. Grund für diese Nomenklatur als herumglotzendes Glubschauge (also "peri" für "umher" oder "nach allen Seiten" und "ophthalmos" für "Auge") sind tatsächlich seine hochangesetzten Augen mit Rundumsicht. 

2. Exoten

Kugelfische - exotisch und räuberisch

Wer kennt sie nicht? Fische, die sich nach Gefahr bis zur Unkenntlichkeit aufblähen und dann an der Oberfläche des Aquariums auf dem Rücken schwimmen. Die Salzwasservarianten lediglich gelten als giftige Vertreter einer Fischgattung, die schon immer den Menschen faszinierten.  Jacques Cousteau, ein Pionier in der Meeresforschung mit atemberaubenden Tierdokus, berichtet, dass sich Kugelfische im Rachen großer Raubfische (Haie) noch aufblasen, so dass sie feststecken und seinen Räuber ersticken. 

Wie bei allen Tierarten gibt es hier viele verschiedene Untergattungen unterschiedlicher Größe und Länge. Die Körperlänge der Kugelfische variiert zwischen zwei Zentimetern beim Zwerg- oder Erbsenkugelfisch (Carinotetraodon travancoricus) und 120 Zentimetern beim Riesenkugelfisch (Arothron stellatus). Die kleineren Süßwasser-Varianten der Kugelfische sind für einen jeden Aquaristikfan ohne weitere Bedenken recht gut zu halten. Der kleine Erbsenkugelfisch, oder auch Zwergkugelfisch genannt, ist für den Laien jedoch nicht besonders zu empfehlen, denn sie sind teils aggressive, herbivore Räuber. Zu beachten ist in dem Fall der räuberischen Beutefänge, dass der erfahrene Fischehalter immer Arten halten sollte, die mindestens der Größe des Beutefängers entsprechen. 

3. Die Klassiker

3.1 Guppies - Die robusten, farbenfrohen Zuchtfische

Interessanterweise werden diese Fischarten gerne in der Fischzucht und der biologischen Forschung verwendet. Wieso? Weil sie sich sehr schnell vermehren, sich genetisch gut kreuzen lassen und dadurch viele bunte Zuchtformen ergeben. 

Zuallererst gehören Guppies zu den Unterarten der Zahnkarpfen und sie kommen ursprünglich in den Süßwasserreservoirs der Karibik und in küstennahen Gewässern des nördlichen Südamerikas vor. 

3.2 Neon-Fische - Der soziale Schwarmfisch

Die Neonsalmler ist ein ausgesprochener Schwarmfisch und ist neben dem Guppy und dem Goldfisch die wohl beliebteste Fischart für das Aquarium. Dieser Fisch sollte also mit gleichen seiner Art vergesellschaftet werden. Interessanterweise nutzt der Neonsalmler seine rote und blaue Farbpracht als Schutzfunktion, um Feine abzuwehren. Was für einen Fisch allein nutzlos erscheint, das gelingt gemeinsam im Schwarm. Die Reflektion im Schwarm schützt einerseits und hält andererseits die Gruppe zusammen, da sich die Salmler untereinander orientieren können.

4. Blobfisch - Der hässlichste Salzwasserfisch der Welt

Psychrolutes marcidus, auch Blobfisch genannt, gehört zu den Dickkopf-Groppen. Verbreitet ist der bekannte Blobfisch im Südwestpazifik der Tiefsee und stellt also gar keinen Zierfisch für den interessierten Aquaristen dar. 

Abschließend noch ein kleines Fun Fact: Entgegen der breiten Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wurde dieser Fisch lediglich deshalb zu der hässlichsten Tierart der Welt gekürt, weil "diese eigentümlichen und wunderbaren Kreaturen" zu den am meisten bedrohten Tierarten auf dieser Welt gehören. Die Kampagne des Biologen und Fernsehreporters Simon Watt sollte ursprünglich nur das Bewusstsein für bedrohte Tierarten schärfen.

Der Aktionstag der Fische soll ebenfalls das Bewusstsein der Menschen für bedrohte und gefährdete Tierarten schärfen. Nicht jedes Tier, welches wir in der Zoohandlung sehen, ist auch wirklich für die Gefangenschaft gut geeignet. Also entscheidet selbst, wie ihr mit anderen Lebewesen auf diesem Planeten umgeht.