Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft: Weitere Pokale abgeräumt

Motorsport Sächsische Erfolge auch in Oschersleben

Oschersleben. 

Auch beim zweiten Aufgalopp der IDM - Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft - in diesem Jahr waren zahlreiche Rennfahrer und Rennfahrerinnen aus dem Umfeld des Sachsenrings am Start. Ähnlich des Saisonauftaktes auf dem Lausitzring waren sie am Pfingstwochenende auch in Oschersleben wieder überaus erfolgreich.

In der IDM-Top-Klasse "Superbike 1000" war die 31-jährige Sarah Heide aus Zwickau wieder als einzige Frau am Start. Gegen 21 männliche Kontrahenten blieben ihr diesmal, anders als in der Lausitz, mit den Plätzen 22 und 17 weitere Meisterschaftszähler verwehrt.

Erneut Podestplätze in der mittleren Hubraum-Kategorie

Dafür konnte in der Klasse Supersport 600 der amtierende Meister, der 22-jährige Hohenstein-Ernstthaler Max Enderlein, den ersten und auch den zweiten Lauf knapp für sich entscheiden. Getrübt wurde seine Freude vom schweren Sturz seines Fahrerkollegen Dennis Lippert aus München, der am Samstag per Rettungshubschrauber in die Uni-Klinik Magdeburg gebracht werden musste. Zu seinem definitiv besorgniserregenden Gesundheitszustand gibt es derzeit keine verlässlichen Meldungen.

Die 600er-Kategorie ist in diesem Jahr wieder zweigeteilt und beinhaltet auch die Klasse Superstock 600, wenngleich mit getrennter Wertung. Hier mischten die beiden jungen Moritz Jenkner und Paul Fröde, ebenfalls aus Hohenstein-Ernstthal, kräftig mit. Am Samstag raste der 18-jährige Rennfahrersohn erneut als Dritter aufs Podest und überquerte am Sonntag die Ziellinie als Fünfter. Mit der umgekehrten Tendenz schnupperte der erst 16-jährige IDM-Neueinsteiger Paul Fröde mit Platz vier am Samstag schon mal am Podest, um selbiges tags darauf als Dritter erstmals zu besteigen.

In der Nachwuchsklasse Supersport 300 ging der Meistertitel 2018 ebenfalls nach Sachsen, und zwar an den 18-jährigen Toni Erhard nach Pöhla. In diesem Jahr scheint die Konkurrenz stärker, was ihm nicht unlieb ist. "Wenn man sich verbessern will, braucht man eine starke Konkurrenz", hatte er bereits beim Saisonauftakt geäußert. Auf der Rennstrecke in der Magdeburger Börde wurde er im ersten Lauf Sechster. Im zweiten war er zwischenzeitlich gestürzt und kam so nur auf dem für ihn unbefriedigenden 15. Rang ins Ziel.

Nachwuchsarbeit des AMC Sachsenring zahlt sich aus

Viel zu feiern gab es aus Sicht des AMC Sachsenring im ADAC Junior Cup, in dem wieder fünf Eigengewächse am Start waren. Allesamt haben beim Hohenstein-Ernstthaler Motorsportclub, vor allem aber bei Ronny Heinrich, das Einmaleins des Rennenfahrens erlernt, den ADAC Pocket Bike Cup sowie den ADAC Mini Bike Cup durchlaufen, was ihnen jetzt zugutekommt.

Auf dem Bördekurs gewann Lennox Lehman aus Dresden beide Rennen, und Lennard Göttlich aus Eibau und der Adorfer Dustin Schneider durften sich über je einen dritten Platz freuen. Während Dustin Schneider am Samstag zudem Achter wurde, stürzte Lennard Göttlich am Sonntag bereits in der Anfangsphase des Rennens. Lucy Michel aus Elterlein belegte die Ränge neun und elf. Valentin Frühauf aus Fraureuth wurde einmal Zehnter und einmal Achter.

Und so geht es weiter

Für die IDM geht es in zwei Wochen auf dem, zumindest für Motorräder, nicht mehr zeitgemäßen Ex-Formel-1-Kurs im belgischen Zolder weiter. Nach einem alleinigen Abstecher der Klasse Superbike auf den Nürburgring im Rahmen des deutschen Truck-Grand-Prix ist das gesamte IDM-Programm dann vom 26. bis 28. Juli auf dem Schleizer Dreieck zu erleben. Auch das sich daran anschließende Rennen vom 9. bis 11. August auf dem Autodrom im tschechischen Most dürfte für Rennfans aus dem Südosten unserer Republik interessant sein.

Für die Teilnehmer am ADAC Junior Cup, der nur teilweise zum Programm der IDM  gehört, steht hingegen als Nächstes das Saison-Highlight auf dem Programm. Am ersten Juli-Wochenende steigt dieses im Rahmen des Motorrad Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring.