IT-Sicherheit: Ministerium rüstet auf

Gesetz Freistaat reagiert auf steigende Attacken auf Verwaltungsnetzwerke

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Dresden. Nicht nur der jüngste Angriff auf das Netzwerk der Bundesregierung hat deutlich gemacht, wie wichtig das Thema IT-Sicherheit heutzutage ist. Auch in Sachsen nehmen die Attacken auf Verwaltungsnetzwerke zu: 2017 stieg die Zahl der Angriffe um insgesamt 28 Prozent. Es wurden 1.800 Angriffe aus dem Internet abgewehrt. Unter 31 Millionen eingehenden Mails waren 36.000 mit Schadsoftware, wie Trojaner oder Viren, enthalten.

Innenministerium stellt Gesetzentwurf vor

Um die Netze der Landesregierung künftig besser zu schützen, gibt es nun einen Entwurf für ein neues Informationssicherheitsgesetz. Diese Pläne stellte das sächsische Innenministerium am Dienstag in Dresden vor. Das Gesetz soll voraussichtlich 2019 in Kraft treten und beinhaltet vor allem mehr Befugnisse für das Computer-Notfallteam SAX.CERT, um Gefahren besser abwehren zu können.

Schon in der Vergangenheit hatte der Freistaat die IT-Sicherheit schrittweise verbessert: So wurde zum Beispiel 2017 das Sächsische Verwaltungsnetz 2.0 in Betrieb genommen, um Abwehrmaßnahmen zu verbessern. Außerdem wurde in Zusammenarbeit mit der TU Dresden und dem Potsdamer Hasso-Plattner-Institut ein Hacker-Erkennungssystem entwickelt. Des Weiteren nahmen in den vergangenen fünf Jahren rund 10.000 Verwaltungsmitarbeiter an Schulungen zu dem Thema teil.

Der sächsische Innenminister Roland Wöller sagte zu dem Entwurf: "Der jüngste Angriff auf die Netze der Bundesregierung hat die Bedrohungslage erneut verdeutlicht. Es ist auch für Sachsen unumgänglich, weiterhin in IT-Sicherheit zu investieren. Mit dem Informationssicherheitsgesetz schaffen wir die notwendigen Rahmenbedingungen, um den Schutz der Daten innerhalb unseres Landesnetzes effektiv zu verbessern."