Jeder Zwanzigste ist zu schnell

Blitzmarathon Temposünder standen diese Woche besonders im Fokus

jeder-zwanzigste-ist-zu-schnell
Aktion "Sicherer Schulweg": die Polizei kontrolliert die Geschwindigkeit. Foto: Harry Härtel

Zu hohe Geschwindigkeit ist in Sachsen auch 2016 wieder die Hauptunfallursache gewesen. Knapp 14 Prozent aller Unfälle waren darauf zurückzuführen. Auffallend ist die Zahl der Unfalltoten im Zusammenhang mit zu schnellem Fahren. Vergangenes Jahr kamen so fast 40 Menschen ums Leben. Um die breite Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren hatte die Polizei letzte Woche verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.

Aktionswoche gegen Raserei

Der "Blitzmarathon" bildete dabei den Schwerpunkt innerhalb einer europaweiten Aktionswoche gegen Raserei. Angesichts der positiven Erfahrungen aus vergleichbaren Geschwindigkeitskontrollen in den vergangenen Jahren, betonte Innenminister Markus Ulbig: "Der Blitzmarathon ist keine Eintagsfliege. Er spricht eine breite Öffentlichkeit für das Thema Raserei und deren fatale Folgen an. Es war und bleibt in diesem Zusammenhang folgerichtig, den Stellenwert der Verkehrspolizei innerhalb der sächsischen Polizei weiter zu stärken."

Beim "Blitzmarathon" am letzten Mittwoch sind auf Sachsens Straßen 4.067 Tempoverstöße registriert worden. 80.049 Fahrzeuge wurden während der 24-Stunden-Aktion kontrolliert. Die Beanstandungsquote lag damit bei 5,1 Prozent. Für dieses Jahr plant der Freistaat weitere Verkehrssicherheitsaktionen. So startet im Anschluss an die Sommerferien "Schule hat begonnen" und im September beginnt die zweiwöchige Kontrolle "Blitz für Kids".