Jugendliche zieht es immer seltener über die Landesgrenzen

Wanderungsanalyse Gutes Pflaster für junge Sachsen

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Foto: Katarzyna Bialasiewicz/GettyImages/iStockphoto

Mehr als drei Viertel der "Jungen Sachsen" sind mit ihrem Leben "vollkommen" oder "eher zufrieden". Junge Männer sind mit dabei mit 82 Prozent zufriedener als die jungen Frauen (74). Das geht aus der 2. Sächsischen Wanderungsanalyse hervor. Das Statistische Landesamt untersuchte dabei im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei die Zu- und Fortzüge von und nach Sachsen sowie innerhalb Sachsens.

Rahmenbedingungen müssen stimmen

Eine wichtige Erkenntnis der Befragung lautet: "Junge Sachsen" wollen im Freistaat bleiben, wenn die Rahmenbedingungen ihres Lebensumfeldes stimmen. So sei eine gute sowie vielseitige Bildung und Ausbildung wichtig. Sie wünschen sich einen sicheren Arbeitsplatz mit selbstbestimmten, nützlichen und erfüllenden Tätigkeiten. Das Einkommen oder die eigene Karriere haben hingegen für viele 16- bis unter 20-Jährige einen geringeren Stellenwert.

"Ein stabiles soziales Lebensumfeld aus Eltern und Freunden sowie eine feste Bindung an die Heimatregion tragen dazu bei, dass sich nahezu 80 Prozent der Jugendlichen in Sachsen wohl fühlen", heißt es in der Analyse. In der Folge ist in dieser Altersgruppe die Zahl der Fortzüge über die Landesgrenze derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren.

Vor allem innerhalb Sachsens ziehen die Jungen um

Stark gestiegen sei die innersächsische Wanderungsaktivität der "Jungen Sachsen". 73 Prozent aller im Zeitraum 2011 bis 2015 fortgezogenen 16- bis unter 20-Jährigen hatten eine andere Gemeinde in Sachsen zum Ziel. Zielgebiete der innersächsischen Umzüge waren meist die Kreisfreien Städte Chemnitz, Leipzig und Dresden sowie andere sächsische Hochschulstandorte. Als zweite Gruppe wurden im Rahmen der Analyse 20- bis unter 65-Jährige befragt. Mehr dazu lesen Sie in der nächsten BLICK-Ausgabe.