Köpping: "Keine No-Go-Areas in Sachsen"

Vorfall Gestern wurde in Dresden eine junge Äthiopierin von einem Hund angegriffen

Foto: Harry Härtel

Zu dem gestrigen Angriff auf eine junge Äthiopierin in Dresden äußerte sich heute Integrationsministerin Petra Köpping: "Der Angriff ist zu verurteilen, so wie jeder Angriff auf Menschen zu verurteilen ist. Trotzdem gibt es keine No-Go-Areas in Sachsen für Menschen mit Migrationshintergrund. Die umstehenden Menschen, die den Angriff gesehen haben, haben ja eingegriffen, sich eingemischt und eben nicht weggesehen."

Köpping gab außerdem zu bedenken, dass Prävention solcher Vorfälle und insgesamt die Aufklärung der Bevölkerung im Vordergrund stehen sollte. In Fällen wie diesem forderte die Ministerin außerdem eine schnelle staatliche Aufklärung. "Der letzte Sachsen-Monitor hat gezeigt, dass Ausländerfeindlichkeit in hierzulande immer noch sehr verbreitet ist. Alle politisch Aktiven müssen sich dem entgegen stellen. Das bleibt eine unserer wichtigsten Aufgaben, nicht nur für die Staatsregierung."

Zugleich lobte Petra Köpping aber auch Beispiele von gelungener Integration und diejenigen Menschen, die sich dafür einsetzen.

Hintergrund

Gestern war eine junge Äthiopierin an einer Dresdner Bahnhaltestelle von einem Hund gebissen worden, nachdem sie von mehreren Tätern beschimpft worden war. Im Streitverlauf hatte die Hundehalterin ihn abgeleint und auf die junge Frau losgelassen. Erst als Umstehende die Frau aufforderten, den Hund vom Opfer wegzunehmen, rief die Halterin ihn zurück.