Köpping: "Unbegründete Ängste abbauen"

Prävention KORA-Beratungsstelle hilft bei Radikalisierung

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Foto: Getty Images/sturti

Vor rund einem Jahr nahm die Koordinierungs-und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) ihre Arbeit auf. Das Leitziel besteht darin, islamistische Radikalisierung zu verhindern. Gleichzeitig will sie unter anderem bei potenziell Betroffenen dafür sorgen, dass sie sich wieder der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verbunden fühlen. Bis heute sind bei den Landeskoordinatoren und den KORA-Trägern insgesamt 47 Kontaktaufnahmen registriert worden. Daraus resultierend wurden 28 Beratungen durchgeführt.

Religion ungleich Radikalisierung

Integrationsministerin Petra Köpping erklärt: "Mit dem steigenden Bekanntheitsgrad der KORA bei den entsprechenden Fachkräften steigt auch die Anzahl der Anfragen kontinuierlich. Das Thema insgesamt hat in Sachsen eine Relevanz und die Auseinandersetzung mit dem Islam wird immer wichtiger." Zudem könne die Initiative dazu beitragen, unbegründete Ängste abzubauen: "Eine stark ausgeprägte oder zunehmende Religiosität ist kein zwingendes Zeichen einer Radikalisierung." Es komme stets auf den Hintergrund und die richtige, fachlich fundierte Einordnung an.

So ist die Stelle zu erreichen

Die Landeskoordinatoren des Demokratie-Zentrums Sachsen, welche die KORA betreuen, sind unter anderem über eine Hotline (0351/5645649 - Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr) als zentrale Ansprechpartner erreichbar. Sie sind Ansprechpartner bei den Themen Radikalisierungsprävention im Kontext islamistischer Extremismus sowie Islam- und Muslimfeindlichkeit in Sachsen.