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Kult-Veranstaltung zog wieder tausende Motorsport-Fans an

MOTORSPORT 57. Frohburger Dreieckrennen bot wieder tolles Spektakel

Frohburg. 

Frohburg. Am vergangenen Wochenende dröhnten an der B95 zwischen Chemnitz und Leipzig wieder die Motoren. Die Kult-Veranstaltung "Frohburger Dreieckrennen" stand mit ihrer 57. Auflage auf dem Programm, wozu an die 220 Motorsportler aus 16 Nationen angereist waren.

Didier Grams souverän zum Vizetitel

Das Kernthema ist seit einigen Jahren die IRRC - International Road Racing Championship, die wie immer ihr Finale auf dem heutzutage nicht mehr ganz dreieckigen Kurs austrug.

Vorausgegangen waren die Doppelläufe im niederländischen Hengelo, im finnischen Imatra, in Terlicko in Tschechien, im belgischen Chimay sowie zuletzt in Horice, also noch einmal in der Tschechischen Republik. Dort fuhr der Brite Davey Todd vom Team Wepol Racing des Hohenstein-Ernstthalers Rico Penzkofer in der Superbike-Klasse seine Saisonsiege acht und neun von bis dahin zehn möglichen ein und sicherte sich damit vorzeitig die IRRC-Krone in der 1.000er-Klasse. In Frohburg bremsten ihn technische Probleme etwas ein, weshalb er mit Startplatz 13 vorliebnehmen musste. Im ersten Rennen sah er keine Zielflagge und kämpfte sich im zweiten von da aus immerhin bis auf Rang vier nach vorn.

Zusammen mit dem Finnen Erno Kostamo und dem Tschechen Marek Cerveny kämpfte der bereits vierfache Meister Didier Grams um den Vizetitel. Diesen sicherte sich der Limbach-Oberfohnaer bei seinem Heimrennen mit zwei souveränen Fahrten, einmal auf Platz zwei und einmal zum Sieg. Damit konnte er zumindest seinen Silberrang aus dem Vorjahr wiederholen. Zuvor bzw. zwischendurch hatte er auch die beiden Laufsiege in der etwas schwächer besetzten Klasse Superbike Open für sich verbuchen können.

Auch IRRC-Titel Nummer zwei ging an Rico Penzkofers Team Wepol Racing

In der Klasse Supersport fehlten dem klar führenden Matthieu Lagrive, ebenfalls vom Team Wepol Racing, nur noch drei Punkte zum Titelgewinn, die sich der Franzose bereits im ersten Lauf mit seinem Saisonsieg Nummer neun holte. Auch im zweiten Lauf war sein südafrikanischer Stallgefährte Sheridan Morais sein ärgster Widersacher, doch nachdem dieser in der letzten Runde in Führung liegend mit Bremsversagen eine Motocross-Einlage aufs Parkett legte und diese mehr als brenzlige Situation bravourös meisterte, erklang erneut die französische Nationalhymne für Matthieu Lagrive. Rico Vetter aus dem Oederaner Ortsteil Börnichen wurde im ersten Lauf Siebenter und ging im zweiten Rennen nicht an den Start.

In der Supersport Open/Moto2 konnte Henrik Voit aus Syrau im ersten Rennen nicht an den Start gehen. Im zweiten wurde er mit seiner Moto2-Maschine Zwölfter.

"Zörni" musste zuschauen

Nachdem der Glauchauer Daniel Zörnweg bei einem nicht selbst verschuldeten Sturz beim Oberlausitzer Dreieckrennen vor zwei Wochen eine Schultereckgelenksprengung davongetragen hatte, waren Stefan Holz aus Walthersdorf und Nico Kehrer aus Hohndorf bei Zschopau die einzigen westsächsische Vertreter in der Klasse Frohburg Twins/Supermono. Während Stefan Holz einmal Vierter und einmal Fünfter wurde, landete Nico Kehrer in beiden Rennen auf dem sechsten Rang.

Nostalgie pur

Des Weiteren im Programm waren zwei Klassen für immer wieder gern gehörte historische Zweitakt-Rennmaschinen. Hier wähnte man sich beim Frohburger Dreieckrennen der 1980er Jahre, denn mit den Ex-DDR-Meistern der damaligen hiesigen Königsklasse bis 250 ccm Zweizylinder Lothar Neukirchner aus Thalheim, Stefan Tennstädt aus Rodewisch, dem ehemaligen Vogtänder und heutzutage in Regensburg wohnende Thomas Wittig sowie Thomas Lucas aus Zug bei Freiberg, Ulrich Dietz aus Thalheim und Wolfram Trabitzsch aus Chemnitz waren zahlreiche Recken aus dieser Zeit am Start.



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