Landeswald bekommt elf neue Reviere

Forstwirtschaft 118 Reviere im Erzgebirge und Vogtland

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Foto: Valio84sl/Getty Images/iStockphoto

Elf neue Reviere im Landeswald Erzgebirge und Vogtland hat der Sachsenforst im neuen Jahr geschaffen. Damit ist der Wald nun in insgesamt 118 Reviere geteilt. Durch die zusätzlichen Reviere werden die zu bewirtschaftenden Flächen kleiner und die Revierleiter können den steigenden Anforderungen in Bewirtschaftung, Bewahrung und Gestaltung des Waldes gerecht werden.

"Waldumbau heißt, Vielfalt zu schaffen"

Landesforstpräsident Hubert Braun freut sich: "Erstmals seit der politischen Wende und entgegen dem bundesweiten Trend werden die Reviere im Landeswald verkleinert."

Der Waldumbau ist das größte Naturschutzprojekt Sachsens, mit dem der Struktur- und Artenreichtum der Wälder erhöht wird. "Waldumbau heißt, Vielfalt zu schaffen", so Braun.

Die Entwicklung stabiler und anpassungsfähiger Zukunftswälder stellt eine langfristige und aufwendige Aufgabe dar. Besonders die neuen Revierleiter werden zur Erhöhung zur Bewältigung dieser Aufgabe beitragen. Etwa sechs Millionen Bäume müssen gepflanzt und anschließend vor Wildverbiss geschützt werden.

Für die nachhaltige Pflege müssen Holzvorräte abgebaut werden

Falk Unger ist einer der neuen Revierleiter. Er ist für das neu geschaffene Revier Torfhaus im Forstbezirk Eibenstock verantwortlich. "Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben. Ein eigenes Revier im Forstbezirk Eibenstock zu leiten, war immer ein großer Wunsch von mir" sagt der ehemalige Holzlogistiker in der Forstbezirkszentrale. Den neuen Aufgaben sieht Falk Unger gespannt entgegen: "Wir müssen für die nachhaltige Pflege und Entwicklung des Waldes die hohen Holzvorräte abbauen."