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Leipzig: Ereignisse schon vor dem heutigen geplanten Polizeieinsatz

blaulicht mehrere verbotene Versammlungen aufgelöst

Leipzig. 

Leipzig. Bereits seit Freitagabend befindet sich die Polizeidirektion Leipzig mit Unterstützung der Polizeien anderer Bundesländer im Einsatz. Vorausgegangen waren Aufrufe zu einer Demonstration, die sich gegen die aktuelle Ausgangssperren richten und auch im Kontext zu den Durchsuchungsmaßnahmen des Landeskriminalamtes Sachsen Mitte dieser Woche stehen sollte.

So wurden laut Polizeiberichten gestern Abend ab 19.24 Uhr erste Personen im Bereich des Ramdohrscher Parks festgestellt. Gegen 20 Uhr wuchs die Personenanzahl auf etwa 70 an und weiterer Zulauf war festzustellen. Durch Polizeikräfte wurden die Kleingruppen angesprochen und auf die Infektionsbestimmungen hingewiesen. Anschließend verließen die Personen den Park und kommunizierten über Twitter eine Verlegung der Versammlung.

Aktionen verschärften sich

Wenig später konnte gegen 20.45 Uhr eine Gruppe von bis zu 100 Teilnehmern im Bereich des Täubchenwegs festgestellt werden. Diese waren als Aufzug formiert und bewegten sich in Richtung des Reudnitzer Parks. Während des Aufzugs wurde Pyrotechnik gezündet sowie Mülltonnen auf die Straße gestellt. Im Frontbereich des Aufzugs wurde ein Transparent mitgeführt. Als der Lene-Voigt-Park erreicht wurde, teilten sich gegen 20.55 Uhr die Personen in Kleingruppen auf und verließen den Park. Es wurde eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Sächsische Versammlungsgesetz erstattet.

Während Ausgangssperre kaum noch Auseinandersetzungen

Im Stadtgebiet waren mit Beginn der nächtlichen Ausgangssperre kaum noch Personenbewegungen festzustellen. Als Polizeibeamte gegen 23 Uhr die Max-Liebermann-Straße in Richtung Essener Straße entlang fuhren und kurz hielten, wurde durch Unbekannte eine Glasflasche auf den Funkstreifenwagen geworfen. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann noch nicht beziffert werden. Die Polizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Gegen 2.20 Uhr wurde in der Alfred-Kästner-Straße ein brennender Bauschuttcontainer festgestellt. Wenige Minuten später wurden Containerbrände in der August-Bebel-Straße und der Kochstraße sowie später in der Wolfgang-Heinze-Straße/Simildenstraße gemeldet. Alle Brände wurden durch die Feuerwehr gelöscht. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann noch nicht abschließend beziffert werden. Es wurden Anzeigen gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung erstattet.



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