LKA-Einsatz: Marihuana-Großplantage in Borna entdeckt

Polizei Mehr als 3.000 Pflanzen in Lagerhalle sichergestellt

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Blick in einen Teil der Lagerhalle. Foto: Polizei Sachsen

Borna. Wie die Polizei am heutigen Freitag bekannt gab, wurden gestern in Borna 100 Kilogramm Marihuana entdeckt. Die Beamten durchsuchten gestern nach einem Hinweis und entsprechenden Vorermittlungen ein Firmengelände. In einer von zwei Lagerhallen fanden sie eine Indoor-Plantage vor, in der Mariuhanapflanzen angebaut waren.

Verdächtiger Mann am Tatort festgenommen

Die mehr als 3.000 Pflanzen wurden beschlagnahmt. Die Plantage wurde offenkundig mittels eines Computersystems gesteuert und überwacht. Der Ertrag aus einer Ernte hätte ein Volumen von etwa 100 Kilogramm, was einem Marktwert von mehreren 100.000 Euro entspricht.

Am Tatort fanden Einsatzkräfte einen polnischen Bürger, welcher vorläufig festgenommen wurde. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Leipzig befindet sich der Mann derzeit in Untersuchungshaft wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Ermittlungen dauern gegenwärtig noch an. Weitere Auskünfte kann die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt nicht geben.

Marihuana - die am häufigsten konsumierte Droge in Sachsen

Gerade in Sachsen handeln illegale Drogendealer am häufigsten mit Marihuana. Petric Kleine, Präsident des LKA Sachsen: "Marihuana stellt in Sachsen das am häufigsten konsumierte Betäubungsmittel dar. Uns ist mit dieser Sicherstellung ein Schlag gegen den illegalen Handel dieser Droge gelungen, deren Gefährlichkeit und Suchtpotential leider immer wieder unterschätzt wird."

An dem Einsatz waren neben den Einsatzkräften und Spezialeinheiten des Landeskriminalamtes Sachsen auch zahlreiche Kollegen der Polizeidirektion Leipzig, des örtlichen Reviers, der Bereitschaftspolizei, des Polizeiverwaltungsamtes und Angehörige des Zollfahndungsamtes beteiligt. Insgesamt waren mehr als 140 Beamte im Einsatz.