LKA warnt vor Betrug beim Online-Kauf

Betrug Unseriöse Anbieter locken mit Schnäppchen im Internet

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Foto: Shironosov/Getty Images/iStockphoto

Dresden. Es ist schnell, beliebt und bequem: Einkaufen im Internet. Vor allem die große Produktauswahl und günstigere Preise als im Einzelhandel sind für viele besonders verlockend. Doch das Online-Shopping birgt auch Risiken. Allein im Jahr 2017 wurden in Sachsen mehr als 2.000 Anzeigen im Zusammenhang mit Computerkriminalität erstattet.

Diese drehten sich alle um ein ganz bestimmtes Thema: Unechte Angebote, die ins Netz gestellt werden. Dabei ging es zum einen um sogenannte Fake-Shops, aber auch unechte Angebote auf Kleinanzeigen-Portalen wurden zur Anzeige gebracht. Einfacher sei laut dem sächsischen Landeskriminalamt der Betrug über Kleinanzeigen-Portale: Da diese Angebote häufig kostenlos sind und nur die Angabe weniger Daten erfordern, kann dadurch quasi jeder nicht existierende Produkte im Internet verkaufen.

Weitaus aufwendiger, aber deshalb nicht weniger selten ist der Betrug über Fake-Shops. Häufig handelt es sich bei diesen um fast identische Kopien seriöser Seiten. Die Bezahlung erfolgt per Vorkasse, die Ware kommt schließlich gar nicht oder in minderwertiger Qualität beim Kunden an.

Tipps für Verbraucher

Um sich vor dieser Gefahr zu schützen gibt das Landeskriminalamt Online-Shoppern einige nützliche Tipps mit an die Hand. Daran können Verbraucher erkennen, ob es sich um ein echt gutes Angebot oder einen Betrug handelt:

- Vorsicht bei Schnäppchen! Betrüger bieten Produkte häufig zu viel günstigeren Preisen an als die Konkurrenz. Der Eindruck des guten Angebots wird besonders betont, indem der Artikel nur in bestimmter Menge oder für eine gewisse Zeit verfügbar ist.

- Formell werden zwar verschiedene Bezahlmöglichkeiten (auch mit Käuferschutz) angeboten, allerdings funktionieren diese angeblich nicht. Möglich ist dann nur noch Zahlung per Vorkasse, Direktüberweisung oder Lieferung per Nachnahme.

- Unseriöse Anbieter haben oft keine oder wenige Kontaktmöglichkeiten. Auch ist die Identität der Betreiber unklar oder bietet Anlass zum Zweifeln.

- Auf das Impressum achten: Fake-Shops haben häufig kein oder ein nur unvollständiges, unprofessionelles Impressum.

- Keine gesicherte Verbindung kann auf gefälschte Internetseiten hinweisen. Vorsicht also, wenn das Kürzel "https://" mit Vorhängeschloss fehlt.

- Obwohl durchweg positive Bewertungen eigentlich Qualität und Zuverlässigkeit des Shops unter Beweis stellen sollen, können sie auch ein Hinweis auf eine unechte Plattform sein.

- Fake-Shops erfinden auch eigene Qualitätssiegel oder Testergebnisse, auf die immer wieder hingewiesen wird.

- Aufmerksam machen sollte den Verbraucher auch ein falsch beschrifteter Bestell-Button. Dieser heißt bei unseriösen Seiten eher "einkaufen" oder "weiter". Damit wird eher unbewusst eine Bestellung ausgelöst.

- Anders als bei seriösen Anbieter, erhält man nach der Bestellung bei Fake-Shops keine oder eine unzureichende Bestellbestätigung. Häufig fehlen auch Benachrichtigungen für den Zahlungseingang oder den Versand.

- Im System der Websites kann kein Bestell-Status abgerufen werden.

- Betrug bei Online-Kleinanzeigen kann vermieden werden, indem ausschließlich sichere Bezahlsysteme mit Käuferschutz verwendet werden. Aber Achtung: Ist die Überweisungsauswahl für "Freunde und Familie" getätigt worden, greift dieser nicht.