Mathe-Kompetenzen sind "besorgniserregend"

Bildung Schulen und Universitäten berieten über Lösungen

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Schlechte Mathematik-Kenntnisse von Schülern und Studenten sorgen für Aufregung in Sachsen. Foto: Katarzyna Bialasiewicz/GettyImages/iStockphoto

Sachsens Schulen und Universitäten schlagen Alarm: Der Rückgang grundlegender mathematischer Kompetenzen bei Studienanfängern sei besorgniserregend. Auf Universitätsseite geben insbesondere Schwächen in elementaren Bereichen wie Bruchrechnen, Termumformungen sowie grundlegendem mathematischen Denken und Verständnis Anlass zur Sorge.

Rettung durch Abitur-Weiterentwicklung

Beide Seiten sind sich einig, dass das Abitur schrittweise weiterentwickelt werden sollte. Darauf einigten sich Ende April Vertreter der Schulmathematik an Gymnasien und der Arbeitskreis Schulmathematik der mathematischen Fachbereiche der vier sächsischen Universitäten.

Auf Einladung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus (SMK) wurden bei einem Treffen gemeinsam Möglichkeiten ausgelotet. "Die Weiterentwicklung von Prüfungsformaten muss nicht für Sachsen isoliert, sondern im gegenseitigen Einvernehmen mit allen Bundesländern und auf der Grundlage von Bildungsstandards sowie unter Einbeziehung von Schulpraktikern und Fachdidaktikern erfolgen", hieß es vonseiten des SMK.

Kleinere Anpassungen des Lehrplans sollen genügen

Hinsichtlich der Weiterentwicklung des Lehrplans sieht das SMK kleinere Anpassungen an aktuelle Erfordernisse mittelfristig als durchführbar an. Die Mathematik-Fachberater könnten dazu gemeinsam mit der Arbeitsgruppe den aktuellen Lehrplan analysieren und geeignete Vorschläge unterbreiten.

Ebenso könne ein Vorschlag für ein gemeinsames Konzept zur regionalen Lehrerfortbildung an den Universitäten entworfen werden, das auch über die Zeiten einer angespannten Lehrerversorgung mit vermehrten Seiteneinsteigern hinaus die fachliche Kompetenz der Lehrkräfte sichern sollen.