Mehr Fachkräfte durch neues Einwanderungsgesetz

Fachkräfte Minister Martin Dulig begrüßt den Entwurf

"Deutschland braucht dringend Fachkräfte", informierte vergangene Woche Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Marti Dulig. "Die Arbeitslosigkeit wird in Sachsen im kommenden Jahr deutlich unter 5 Prozent fallen. In den kommenden zehn Jahren werden allein auf dem sächsischen Arbeitsmarkt über 300.000 Erwerbspersonen fehlen, da weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt kommen als ältere in den verdienten Ruhestand gehen. Allein mit eigenen Auszubildenden, Rückkehrern oder Arbeitslosen wird diese Lücke nicht zu schließen sein."

Einige Hürden sind noch zu überwinden

Vor diesem Hintergrund begrüßte der stellvertretende Ministerpräsident das von der Bundesregierung vorgestellte Fachkräfte-Einwanderungsgesetz. "Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: Insbesondere die weitere Öffnung des Arbeitsmarktes für Fachkräfte mit Berufsausbildung war längst überfällig und kann uns auch in Sachsen helfen, dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen." Die Erwerbsmigration aus Drittstaaten soll anhand von zwei Faktoren gesteuert werden: Am wirtschaftlichen Bedarf - eine Fachkraft muss ein konkretes Arbeitsplatzangebot haben, damit sie langfristig bleiben kann. Und an der entsprechenden Qualifikation.

Das heißt, eine im Ausland erworbene Berufsqualifikation muss einer deutschen Berufsqualifikation gleichwertig und entsprechend anerkannt sein. Eine große Hürde für Fachkräfte mit Berufsausbildung bleibt daher allerdings bestehen, weil es weltweit kaum Länder gibt, die über ein der deutschen dualen Berufsausbildung vergleichbares System verfügen.