Mehr Sicherheit für Erstaufnahmelager

Asyl Videoüberwachung in Schneeberger Asylwohnheim

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In der Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz in der ehemaligen Jägerkaserne in Schneeberg wurden nach Vorfällen einige Personen nach Chemnitz verlegt. Foto: R. Wendland

Schneeberg. Die Landesdirektion Sachsen nutzt in der ehemaligen Jägerkaserne in Schneeberg auch weiterhin Gebäude als Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz. Von dort gab es jetzt Verlegungen nach Chemnitz. "Das betrifft jüngst 14 Personen, die in den letzten Tagen und Wochen auffällig geworden sind unter anderem durch Einbrüche im Supermarkt und in Häusern", erklärt Tassilo Graf Wolff Metternich, Leiter des Migrationsbüros Sachsen der Malteser Werke.

Er spricht davon, dass es sachsenweit eine neue Hausordnung in den Einrichtungen gibt mit neuem Sicherheitsrahmen- und Schutzkonzept. Das beinhalte in Schneeberg unter anderen die Implementierung von Kameras. Es würden klarere Strukturen geschaffen. Mitarbeitern vor Ort sollen die Möglichkeit haben, klarer agieren zu können.

Auch konzeptionell habe man einiges angepasst. "Solche Vorfälle verhindert man nur, wenn man Struktur und System reinbringt und für Beschäftigung sorgt. Dazu gehören Deutschkurse. Da sind wir dran", sagt Wolff Metternich. Auch gibt es nach seinen Aussagen einen neuen Wegweiser-Kurs, der von Bund und Land gefördert wird. Dazu zählen Orientierungskurse, Deutschkurse.

Auch sollen deutsche Werte und deutsche Kultur vermittelt werden. Das Projekt, das am im Juli startet, begrüßt Wolff Metternich. In Schneeberg habe man aktuell eine maximale Belegung bis zu 260 Personen. Diese Option gelte bis Januar 2018. Was danach kommt, könne man derzeit nicht sagen, so Wolff Metternich.